Karneval im Kanzleramt

Hoheiten in prächtigen Gewändern

Sonst stehen eher ernste Themen auf der Tagesordnung, geben Staats- und Regierungschefs Statements ab. Am Mittwoch aber hat Kanzlerin Merkel die fünfte Jahreszeit eingeläutet und gemeinsam mit Kulturstaatsministerin Grütters Prinzenpaare empfangen. "Was zählt, ist: miteinander zu feiern", begrüßte Merkel ihre Gäste.

Bundeskanzlerin Merkel begrüßt die Karnevalisten im Kanzleramt

Karneval im Kanzleramt: Bundeskanzlerin Merkel empfängt Karnevalisten aus ganz Deutschland.

Foto: Bundesregierung/Denzel

Es ist schon Tradition: Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt die Prinzenpaare aus ganz Deutschland. Die Traditionen von Fasnacht und Karneval gehörten zum deutschen Kulturerbe, so die Kanzlerin und begrüßte die närrischen Gäste herzlich: "Was zählt, ist: miteinander zu feiern, gemeinsam Frohsinn zu leben, seine Meinung frei äußern zu können, und zwar gerade auch satirisch und pointenreich – das ist Karneval.
"Wenn es im Bundeskanzleramt eine eigene Kulturerbe-Liste gäbe", so die Kanzlerin, "dann würde auf ihr dieser Karnevalsempfang sicher ganz oben stehen."

Der Präsident des Bundes Deutscher Karneval, Volker Wagner, überreichte der Kanzlerin den Karnevalsorden 2015. Dann ging es diplomatisch zu: Der Präsident stellte Prinzenpaare und Hofstaat aus 15 Bundesländern vor, mit dabei auch das Prinzenpaar der Bundesstadt Bonn.

16 Prinzenpaare - 16 Orden

Alle Prinzenpaare überreichten der Kanzlerin zur Erinnerung ihren regionalen Karnevals-Orden. Dann begeisterte Funkenmariechen Bianca Dürrbeck, deutsche Meisterin im karnevalistischen Tanzsport, mit ihrer akrobatischen Tanzeinlage. Dass Karneval und Sport zusammen gehören, zeigte auch die Tanzsportgarde "Coburger Mohr".

Mit einem Familienfoto mit Kanzlerin und den "Tollitäten" zum Karnevals-Evergreen "Eimol Prinz zo sin" fand das Ereignis seinen Höhepunkt und Abschluss. Die Kanzlerin wünschte den Karnevalisten eine tolle Zeit bis Faschingsdienstag und freute sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Denn, so hatte Merkel den Schweizer Autor Kurt Haberstich zitiert: "Ein Narr, wer glaubt, auf Narren verzichten zu können".

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