Bundesbericht 2014

Forschung und Entwicklung auf Rekordniveau

Die langjährige und zuverlässige Forschungs- und Wirtschaftspolitik der Bundesregierung hat die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands deutlich verbessert. Das stellt der Bundesbericht Forschung und Innovation 2014 fest, den das Bundeskabinett beschlossen hat.

Frau in Labor hält Gefäß mit gelber Flüssigkeit.

Investitionen in Wissenschaft und Forschung bringen Deutschland nach vorn.

Foto: picture alliance / dpa

"Deutschland ist zu einem der attraktivsten Standorte für Forschung und Innovation", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Dieses Ergebnis aus dem Bundesbericht Forschung und Innovation 2014 verdeutlicht, dass Deutschlands Wohlstand vor allem auf seinem Wissen beruht.

"Wir sind im Wettbewerb um die besten Ideen und die klügsten Köpfe sehr erfolgreich. Diese hohe Dynamik wollen wir aufrechterhalten", sagte Wanka. "Die Bundesregierung investiert daher in dieser Legislaturperiode zusätzlich neun Milliarden Euro in Bildung und Forschung."

Aus Forschungsergebnissen müssten nachhaltige Produkte entstehen, um Arbeitsplätze zu sichern sowie eine höhere Lebensqualität und Wohlstand zu erreichen.

Höhere Ausgaben lohnen sich

Staat, Wirtschaft und Wissenschaft haben ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung kontinuierlich aufgestockt. Im Jahr 2012 erreichten diese einen Rekordwert von fast 80 Milliarden Euro. Damit erreicht ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt fast das in der EU erst für 2020 angestrebte Ziel von drei Prozent.

Der Bundesbericht Forschung und Innovation 2014 belegt, dass sich Investitionen in Bildung, Forschung und Innovation lohnen:

  • Bei der Zahl transnationaler Patentanmeldungen in den forschungsintensiven Industrien liegt Deutschland an dritter Stelle hinter den Vereinigten Staaten und Japan.

  • 7,2 Prozent der wissenschaftlichen Publikationen kommen aus Deutschland. Damit liegt die Bundesrepublik auf Platz vier hinter den Vereinigten Staaten, China und Großbritannien.

  • Bei der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit liegt Deutschland bei den meisten Indikatoren unter den ersten zehn Nationen, wenn nicht gar auf einem der ersten fünf Plätze. Im Innovationsindex 2014 der Europäischen Kommission gehört Deutschland mit dem dritten Platz zur Spitzengruppe.

  • Beim Export von forschungsintensiven Gütern zählt Deutschland mit einem Anteil von rund zwölf Prozent am Welthandelsvolumen zu den Spitzenreitern.

  • Die Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsbeteiligung deutscher Unternehmen gehört zu den stärksten in Europa. So ist der Anteil der Unternehmen im Jahr 2010, die neue Produkte oder Dienstleistungen eingeführt haben, mit 42 Prozent höher als in allen anderen EU-Mitgliedstaaten.

  • Deutschlands gestiegene Innovationskraft wirkt sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus: Zwischen 2005 und 2012 sind allein in der Forschung 114.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Darüber hinaus ist der Anteil der in Technologiebranchen Beschäftigten äußerst hoch. Insgesamt verzeichnet Deutschland 2012 einen historischen Höchststand von 42 Millionen Beschäftigten.

Entwicklung langfristig sichern

Die Bundesregierung will diese Entwicklung langfristig sichern. Wesentlich ist dabei die Hightech-Strategie. "Die Hightech-Strategie werden wir zu einer umfassenden ressortübergreifenden Innovationsstrategie weiterentwickeln", sagte Wanka. Zudem soll die Internationalisierung durch engere Kooperationen mit Partnern aus anderen Länder ausgebaut werden.

Auch das Wissenschaftssystem soll weiter gestärkt werden: Um Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen zu fördern, sollen die Exzellenzinitiative, der Hochschulpakt und der Pakt für Forschung und Innovation weiterentwickelt werden.

Gute Bildung ist die Grundvoraussetzung für den Erfolg Deutschlands im internationalen Wettbewerb. Die Erfolge der Bildungspolitik der letzten Jahre sind deutlich zu erkennen.

Beitrag teilen