2. Internationales Deutschlandforum

"Was Menschen wichtig ist"

Kanzlerin Merkel diskutiert am Vormittag mit Expertinnen und Experten aus aller Welt über Innovationen für Lebensqualität, Wohlstand und Fortschritt. Der Dialog kann ab 10.00 Uhr live im Internet verfolgt werden. Zum Auftakt am Montag betonte Kanzleramtsminister Altmaier, die Innovationsfähigkeit der Gesellschaften sei gefragt.

Internationales Deutschlandforum im Konferenzsaal des Kanzleramtes

2013 fand das 1. Internationale Deutschlandforum zum Thema Lebensqualität und Fortschritt statt.

Foto: Bundesregierung/Eberstein

"Was Menschen wichtig ist – Innovation und Gesellschaft" - lautet das Thema der Dialogveranstaltung, die am Montag (19.01.2015) im Bundeskanzleramt begonnen hat.

Altmaier: Innovationsfähigkeit gefragt

Peter Altmaier, Chef des Bundeskanzleramtes, spricht zur Eröffnung des 2. Internationalen Deutschlandforum im Kanzleramt.

Kanzleramtsminister Altmaier eröffnet das 2. Internationale Deutschlandforum.

Foto: Bundesregierung/Bolesch

Kanzleramtsminister Peter Altmaier sagte zum Auftakt, es gelte, Grenzen zu überwinden bei kontinentalen oder gar weltweiten Herausforderungen. Als zentrale Bereiche nannte er unter anderem den Klimawandel, Umweltschutz,Meeresverschmutzung, den demografischen Wandel und die schnell voranschreitende Digitalisierung. Die Welt stehe vor einer Innovationswelle, so Altmaier. Gefragt sei die Innovationsfähigkeit der Gesellschaften.

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Erster Tag des 2. Internationalen Deutschlandforums (Teil 1)

Mit dem Forum bietet die Kanzlerin zum zweiten Mal rund 120 nationalen und internationalen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft aus 30 Ländern eine Plattform für den Austausch über relevante Zukunftsfragen.

Chancen der Digitalisierung

In ihrem aktuellen Video-Podcast spricht Merkel über ihre Erwartungen zum Deutschlandforum. Sie freue sich auf den Austausch mit spannenden Persönlichkeiten. Es interessiere sie: Was kann Deutschland von anderen lernen? Ziel der Bundeskanzlerin ist, ein Netzwerk für globales Lernen zu schaffen.

Audio/Video
Podcast

Merkel: Nicht im eigenen Saft schmoren

Es ginge jedoch nicht nur um technische Innovationen. Die digitale Welt solle Menschen ermöglichen, sich einzubringen - besonders ihre Ideen im Blick auf die Gesellschaft.
Technische Innovationen sollten dazu beitragen Menschen zu erreichen und Ideen zu verbreiten.

Sie sehe großes Innovationspotenzial in der Interaktion der Gesellschaft, der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen miteinander, so die Kanzlerin. Wichtige Voraussetzung dafür sei digitale Bildung: "Ich werde über alle noch so tollen Plattformen Menschen nicht erreichen können, wenn Menschen den Zugang dazu nicht haben."

Netzwerk für globales Lernen aufbauen

Weltweit stehen Gesellschaften vor zunehmend komplexen und zumeist globalen Herausforderungen - wie Klimawandel, Ressourcenknappheit, demografischer Wandel, Urbanisierung und Digitalisierung. Ziel des Internationalen Deutschlandforums ist es, ein Netzwerk für globales Lernen aufzubauen und gemeinsam Lösungen für diese Zukunftsaufgaben zu entwickeln.

Die Idee zum Internationalen Deutschlandforum stammt aus dem Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin. Ziel ist es, zu diskutieren, "was Menschen wichtig ist" und dazu beizutragen, die Lebensqualität dieser und zukünftiger Generationen in aller Welt zu erhalten und zu verbessern. Bei der Auftaktveranstaltung des Internationalen Deutschlandforums am 5. Juni 2013 lautete das Thema "Was Menschen wichtig ist – Lebensqualität und Fortschritt". Merkel hatte 2011 und 2012 mit Bürgern und Experten über die Frage "Wie wollen wir in Zukunft leben?" gesprochen.

Themen des Dialogs

Das 2. Internationale Deutschlandforum findet am 19. und 20. Januar im Bundeskanzleramt statt. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt:

  • Wie können technologische und soziale Innovationen zur Lösung von Zukunftsaufgaben und zur Steigerung von Lebensqualität beitragen?
  • Wie kann das Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft organisiert werden, um ganzheitliche Innovationen zu ermöglichen und wirksame Lösungen zu entwickeln?
  • Welche Möglichkeiten bietet der digitale Wandel für die gesellschaftliche Innovationsfähigkeit?
  • Welche (politischen) Handlungsoptionen bieten sich zur Stärkung der Innovationskraft für mehr Lebensqualität?

Die Bundeskanzlerin wird am Dienstag, dem 20. Januar, von 10.00 bis 12.00 Uhr, am Dialog teilnehmen und mit den Teilnehmern über Innovationen für Lebensqualität, Wohlstand und Fortschritt sprechen.

Der Dialog mit der Kanzlerin kann via Livestream im Internet verfolgt werden – über die Internetseite des Forums www.dialog-ueber-deutschland.de.

Regierungsschwerpunkt Innovation

Die Bundeskanzlerin und die Bundesregierung widmen sich dem Thema Innovation und Innovationsfähigkeit auf diverse Weise:

  • Beim "Dialog über Deutschlands Zukunft" der Bundeskanzlerin befasste sich eine Arbeitsgruppe explizit mit dem Thema "Innovationskultur".
  • Die Regierungsstrategie "Gut leben in Deutschland" ist ein innovativer Ansatz eines Bürgerdialogs. Die Bundesregierung wird 2015 Menschen in ganz Deutschland befragen, was ihnen im Leben wichtig ist. Auf dieser Basiswird ein Indikatoren- und Berichtssystem sowie ein Aktionsprogramm zur Lebensqualität in Deutschland entwickelt.
  • Die Bundesregierung hat im September 2014 die neue "Hightech-Strategie – Innovationen für Deutschland" beschlossen, in der sie innovative Lösungen als treibende Kraft von Lebensqualität und Wohlstand würdigt. Im Zentrum steht ein erweiterter Innovationsbegriff, der nicht nur technologische, sondern auch soziale Innovationen umfasst und die Gesellschaft als wesentlichen Akteur einbezieht.
  • Die Bundesregierung führt seit vielen Jahren mit Vertretern von Wirtschaft und Wissenschaft den "Innovationsdialog" über gute Rahmenbedingungen für Forschung, Wissenschaft und technische Entwicklungen.
  • Das Bundesforschungsministerium veranstaltet jährlich die internationale Fachkonferenz ITAFORUM, bei der Experten aus Wissenschaft, Forschung, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft aktuelle Fragen zu Innovationen und Technikakzeptanz diskutieren.
  • Die "deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser" in Moskau, Neu Delhi, New York, São Paulo und Tokio bieten eine Plattform für die deutsche Forschungs- und Innovationslandschaft und präsentieren die Errungenschaften der deutschen Wissenschaft und der auf Forschung basierenden Unternehmen.
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