Ressourcen schonen
Der weltweite Bedarf an Energie und Rohstoffen steigt – die Ressourcen werden knapper. Dies zwingt uns zu einem effizienteren Umgang mit Energie und Rohstoffen.
Die Bundesregierung hat deshalb die Indikatoren Energieproduktivität und Rohstoffproduktivität in die Nachhaltigkeitsstrategie aufgenommen. Sie geben darüber Auskunft, wie intensiv wir Energie und Rohstoffe nutzen.
Die Energieproduktivität stellt ein Maß für die effizienten Energieeinsatz dar. Dabei wird das Bruttoinlandsprodukt in Beziehung zum Energieverbrauch (Primärenergieverbrauch) gesetzt. Analog gibt die Rohstoffproduktivität an, wie effizient mit nicht erneuerbaren Rohstoffen umgegangen wird. Das Bruttoinlandsprodukt wird im Verhältnis zum Verbrauch an nicht erneuerbaren Rohstoffen betrachtet.
Die Energieproduktivität hat sich in Deutschland von 1990 bis 2009 um 40,5 Prozent erhöht. Im Zeitraum 2000 bis 2009 konnte im Jahresdurchschnitt eine Steigerung um 1,4 Prozent erzielt werden.
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Foto: Statistisches Bundesamt
Die Energieproduktivität bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 zu verdoppeln, ist das in der Nachhaltigkeitsstrategie verankerte Ziel. Dazu wäre im verbleibenden Zeitraum bis 2020 eine Steigerung der Energieproduktivität von durchschnittlich 3,3 Prozent pro Jahr erforderlich. Obwohl wir bereits auf einem guten Weg sind, bedarf es noch enormer Anstrengungen. Einen wichtigen Beitrag werden die beschlossenen Maßnahmen im Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung leisten.
Hinsichtlich der Rohstoffproduktivität ergibt sich ein ähnliches Bild: Dringend erforderlich sind verstärkte Bemühungen um eine nachhaltige Rohstoffwirtschaft. Die Nachhaltigkeitsstrategie enthält das Ziel, die Rohstoffproduktivität bis zum Jahr 2020 – bezogen auf 1994 – zu verdoppeln.
Zwischen 1994 und 2008 erhöhte sich die Rohstoffproduktivität um 39,6 Prozent. Insgesamt entwickelte sich der Indikator damit in die angestrebte Richtung, doch auch hier würde das bisherige Tempo der Erhöhung nicht ausreichen, um das gesetzte Ziel zu erreichen.
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Foto: Statistisches Bundesamt
Die Zunahme der Rohstoffproduktivität zwischen 1994 und 2008 ist vor allem auf einen Strukturwandel hin zu weniger rohstoffintensiven Branchen zurückzuführen: Die weniger materialintensiven Branchen (insbesondere Dienstleistungsbereiche) sind gewachsen, während Branchen mit hohem Materialverbrauch wie zum Beispiel das Baugewerbe (mit 44 Prozent des Primärmaterialeinsatzes) oder andere Bereiche des produzierenden Gewerbes eher geschrumpft sind.
Wichtige Handlungsfelder sind die Verbesserung der Materialeffizienz, die Entwicklung neuer und ressourcenschonender Werkstoffe sowie die Verbesserung des Recyclings und der verstärkte Einsatz von Sekundärrohstoffen und nachwachsenden Rohstoffen. Die Bundesregierung fördert dazu spezielle Forschungsprojekte zum Beispiel zur Entwicklung neuer Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen.
