Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit – ein Thema von internationaler Bedeutung
Für eine nachhaltige Entwicklung sind sowohl die Vereinten Nationen als auch die Europäische Union wichtige Plattformen. Nachhaltigkeitsziele lassen sich nicht allein durch nationale Anstrengungen erreichen – die internationale Zusammenarbeit ist unerlässlich.
Symbol Mensch & Erde
Foto: Reuters
Bereits vor 20 Jahren haben sich die Vereinten Nationen (VN) zum Leitbild der nachhaltigen Entwicklung bekannt. In Rio de Janeiro verabschiedeten sie 1992 ein globales Aktionsprogramm. Mit der "Agenda 21" erklärte sich jeder der über 170 Unterzeichnerstaaten bereit, das Leitbild national in allen Politikbereichen unter Beteiligung von Gesellschaft und Wirtschaft umzusetzen. Auch Deutschland hat unterzeichnet.
Im Juni haben sich in Rio wieder die VN getroffen, um über die weltweiten Bemühungen für eine nachhaltige Entwicklung zu diskutieren. Dies war ein guter Zeitpunkt, um über Inhalte und Wirkung der nationalen Strategie nachzudenken. Außerdem wird die Bundesregierung die Ergebnisse dieser Konferenz der VN in Rio 2012 dahingehend auswerten, ob sich hieraus Anregungen und Erfordernisse für die Weiterentwicklung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie ergeben. Insbesondere wird die Frage zu stellen sein, wie der Beitrag Deutschlands für die Lösung der globalen Herausforderungen noch wirksamer werden kann.
Nachhaltigkeit – ein Auftrag an die Staatengemeinschaft
Im Jahr 2050 werden voraussichtlich neun Milliarden Menschen auf der Erde leben. Sie alle haben ein Recht auf Versorgung mit Nahrung, Wasser, Energie und Rohstoffen. Wie aber können wir das Auskommen einer rapide wachsenden Weltbevölkerung sichern und gleichzeitig unsere Lebensgrundlagen dauerhaft bewahren? Dieser Frage müssen wir uns weltweit stellen – je früher, umso besser.
Deutschland setzt sich nachdrücklich für die Unterstützung und Stärkung der VN-Mechanismen zum Schutz der Menschenrechte ein. Ziel ist es, substantielle Verbesserungen für eine innovative globale Umwelt- und Entwicklungspolitik zu erreichen. Deshalb begreift die Bundesregierung ihr Engagement für die VN auch als wichtigen Teil einer global orientierten nationalen Nachhaltigkeitsstrategie.
So lassen sich Verbesserungen hinsichtlich einer globalen nachhaltigen Entwicklung vor allem über internationale Abkommen erreichen. Ein Beispiel ist die Umsetzung des Kyoto-Protokolls. Darin haben sich die Industrieländer verpflichtet, bis 2012 den jährlichen Treibhausgasausstoß um durchschnittlich 5,2 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren.
Für Deutschland stand das Ziel, bis Ende 2012 seinen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß um 21 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Deutschland hat dieses Klimaziel bereits 2007 erreicht. Jetzt geht es darum ein internationales Anschlussabkommen zu vereinbaren, um gemeinsam dem Klimawandel zu begegnen.
