Navigation und Service

Inhalt

Verbände und Stiftungen

Dampfwolken steigen aus dem Kraftwerk Lippendorf  bei Sonnenuntergang in den HimmelBild vergrößern Am Zwei-Grad-Ziel hält die Bundesregierung fest. Foto: transit / Berthold

Eine nachhaltige Entwicklung ist ohne die Mithilfe von zahlreichen ehrenamtlich Tätigen und vor allem von Verbänden, Stiftungen und Vereinen undenkbar.

In Deutschland ist schon jetzt über ein Drittel der Bevölkerung in Kirchen, Vereinen, Verbänden und Initiativen engagiert. Das freiwillige Engagement der Bürgerinnen und Bürger sorgt für Zusammenhalt und Gemeinschaft und wirkt in einem Maße solidaritätsstiftend, wie es der Staat allein nie bewirken könnte. Die Bürgerinnen und Bürger leisten mit ihrem Engagement einen unverzichtbaren Beitrag zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen und für den sozialen Zusammenhalt.

Nachhaltigkeit verwirklicht sich lokal. Daher ist es der Bundesregierung wichtig, die kommunalen Spitzenverbände weiter in die Arbeiten einzubeziehen.

Neben der Teilnahme von Vertretern der kommunalen Spitzenverbände an einer Sitzung des Staatssekretärsausschusses und an nachfolgenden Gesprächen mit den Ressorts zur Entwicklung einer gemeinsamen Position zur Flächeninanspruchnahme sind die Spitzenverbände u. a. auch bei den Aktivitäten der Allianz für nachhaltige Beschaffung beteiligt. Ferner nahm ein Vertreter der Spitzenverbände an Diskussionen teil, die der Rat für Nachhaltige Entwicklung mit Oberbürgermeistern zum Thema „nachhaltige Kommunen“ veranstaltete.

Umwelt- und Naturschutzverbände

Umwelt- und Naturschutzverbände leisten in Pilotprojekten vor Ort konkrete Beiträge zur Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung. Sie kooperieren mit Regierungen, öffentlichen Verwaltungen und Wirtschaftsverbänden und positionieren sich mit Stellungnahmen zu aktuellen Fragen des Natur- und Umweltschutzes. Außerdem informieren und sensibilisieren sie die Öffentlichkeit, erarbeiten neue politische Themenfelder, organisieren Kampagnen und tragen zu mehr Umweltbildung und Umweltkommunikation bei. Da Umweltverbände in der Öffentlichkeit ein hohes Vertrauen genießen, sind sie in der Lage, wichtige Themen glaubwürdig und öffentlichkeitswirksam zu vermitteln. Die Bundesregierung unterstützt bei ihren Bestrebungen, den Nachhaltigkeitsgedanken weiter zu verbreiten,  Umweltverbände wie 

  • den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND),
  • den Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) oder
  • die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Die Verbände werden auch in die Weiterentwicklung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie einbezogen.

Verbraucher- und Landwirtschaftsverbände

Ein weiteres Standbein einer nationalen Nachhaltigkeitsstrategie bilden die Verbraucherverbände. Sie informieren  Verbraucherinnen und Verbraucher und deren Interessenvertretung gegenüber Politik und Wirtschaft. So fördern die Verbraucherverbände kritische, verantwortlich handelnde Konsumenten, die durch bewusste Kaufentscheidungen nachhaltige Entwicklung unterstützen und einfordern.

Bundesweiter Fürsprecher der Verbraucherinnen und Verbraucher ist der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Als Dachverband der 16 Verbraucherzentralen der Länder und 19 weiterer verbraucher- und sozialorientierter Verbände vertritt er die Verbraucher-Anliegen. Er nimmt die rechtliche Vertretung kollektiver Verbraucherinteressen wahr, fördert Verbraucherinformation, entwickelt Beratungsstandards und sichert die fachliche Qualifikation in der Verbraucherberatung.

Verbraucherschutz und eine Neuorientierung in der Landwirtschaft sind Herausforderungen, denen sich auch die Landwirtschaftsverbände stellen. Organisationen der Land- und Ernährungswirtschaft und die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft treten für eine nachhaltige, umwelt- und naturverträgliche Agrarproduktion ein. Sie entwickeln hierfür neue ökonomisch wie ökologisch tragfähige Konzepte.

Entwicklungsverbände

Politik und Nichtregierungsorganisationen (NRO) arbeiten auf internationaler Ebene eng zusammen. Dies galt insbesondere im Vorfeld des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung im September 2002 in Johannesburg. Eine wichtige Rolle spielte dabei das nach der Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro gegründete Forum für Umwelt und Entwicklung. Es vereint Nichtregierungsorganisationen und sieht seine Aufgabe darin, Akteure und deren Aktivitäten zu vernetzen und die Öffentlichkeit über nachhaltige Entwicklung zu informieren. Die Projektstelle wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziell gefördert.

Umweltstiftungen

Nachhaltige Entwicklung ist auch das Leitbild der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in ihrer Arbeit. Sie hat seit 1991 über 7.300 Projekte mit mehr als 1,3 Milliarden Euro in den Bereichen Umwelttechnik und -forschung, Umweltkommunikation und -bildung sowie Bewahrung des Naturschutzes und des nationalen Kulturerbes gefördert.

Die Bundesregierung unterstützt zudem aktiv die Arbeit der rund 700 deutschen Stiftungen im Umwelt- und Naturschutzbereich.

Darüber hinaus unterstützt die Bundesregierung die Umweltverbände bei ihren Bestrebungen, den Nachhaltigkeitsgedanken weiter zu verbreiten und die Strategie weiter zu entwickeln.