Erfolgskontrolle: Die Indikatoren
Zu einem erfolgreichen Management gehört insbesondere die Überprüfung der Entwicklung anhand definierter Kriterien und Messgrößen. Die Nachhaltigkeitsstrategie enthält daher zu 21 Themen insgesamt 38 Indikatoren.
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Mehrgenerationenhaus Salzgitter
Foto: REGIERUNGonline / Rebekka Brather
Die Zahl der Schlüsselindikatoren wurde bewusst klein gehalten. Mit wenigen Kennziffern soll rasch ein Überblick über wichtige Entwicklungen ermöglicht werden. Für ein umfassendes Bild ist es wichtig, die Indikatoren nicht isoliert, sondern im Gesamtsystem zu betrachten.
Die Indikatoren sind mit konkreten und – wo sinnvoll und möglich – mit quantifizierten Zielen verknüpft. Damit werden sie für das politische Handeln relevant. Eine Verständigung der staatlichen und gesellschaftlichen Akteure über den einzuschlagenden Weg wie auch die notwendigen Maßnahmen sind möglich. Bei der Nachhaltigkeitsstrategie geht es darum, Zielkonflikte auszubalancieren und so weit wie möglich miteinander in Einklang zu bringen. So ist zum Beispiel Wirtschaftswachstum mit Klimaschutzzielen vereinbar, wenn es mit Effizienzsteigerungen oder strukturellen Veränderungen einhergeht.
Auch 2012 hat die Bundesregierung einige Indikatoren und damit verknüpfte Ziele überarbeitet. Entscheidende Kriterien waren dabei Kontinuität und Transparenz. In diesem Rahmen wurden einzelne neue Ziele aufgenommen, unter anderem Langfristziele mit der Perspektive bis zum Jahr 2050 im Energie-/Klimabereich. Einzelne Indikatoren wurden geändert, unter anderem um ihre Aussagekraft zu erhöhen oder um sie mit auf EU-Ebene vereinbarten Zielen in Einklang zu bringen. Um den Bereich der fiskalischen Nachhaltigkeit stärker abzubilden, wurden zwei neue Teilindikatoren eingeführt.
Die fachlich unabhängige Analyse der Indikatorenentwicklung durch das Statistische Bundesamt zeigt zum Stichtag 31. Oktober 2011 ein differenziertes Bild. Positive Entwicklungen gab es etwa im Klimaschutz, bei den erneuerbaren Energien, der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, der Studienanfängerquote sowie bei der Erwerbstätigkeitsquote Älterer. In anderen Bereichen werden die gesteckten Ziele dagegen bisher nicht erreicht oder geht die Entwicklung sogar in die falsche Richtung. Dies gilt etwa für die Flächenneuinanspruchnahme, die Entwicklung der Gütertransportintensität oder den Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern. Siehe Indikatorenübersicht im Kontext.
Mit den Schlüsselindikatoren für eine nachhaltige Entwicklung will die Bundesregierung in zweijährigen Abständen aufzeigen: Wo stehen wir auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung? Welche Fortschritte wurden erreicht? Wo gibt es weiteren Handlungsbedarf?
Wie die Ziele bisher erreicht wurden, darüber informiert der Indikatorenbericht 2012.
