Navigation und Service

Inhalt

Dialog zur Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit prägt als Leitprinzip die Politik der Bundesregierung. Aber nicht nur Staat und Politik, jede und jeder Einzelne ist gefordert, sich für dieses Ziel einzusetzen.

Bundeskanzlerin Merkel inmitten von Bürgerinnen und BürgernBild vergrößern Bundeskanzlerin Merkel im Dialog Foto: Bundesregierung/Steins

Nachhaltige Entwicklung kann nicht vom Staat verordnet werden. Nur wenn alle Akteure in Wirtschaft und Gesellschaft, Bürgerinnen und Bürger das Thema zu ihrer Sache machen, wird nachhaltige Entwicklung gelingen.

Wenn Unternehmen investieren, Verbraucher konsumieren, bestimmen sie über die zukünftige Entwicklung ebenso wie der Staat mit seinen Gesetzen und Programmen. Deshalb ist die öffentliche Diskussion, die Zusammenarbeit mit und zwischen den gesellschaftlichen Akteuren ein wesentliches Element der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung.

Nachhaltigkeit lebt von der gesellschaftlichen Diskussion und der Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger – sei es privat, in der Familie oder bei der Arbeit und im täglichen Zusammenleben. Dabei ist verantwortliches Handeln der Beteiligten im Alltag eng daran geknüpft, auch bei der Weiterentwicklung der Gesellschaft eingebunden und beteiligt zu werden. Partizipation ist gerade auch mit Blick auf die Komplexität und Geschwindigkeit der gesellschaftlichen Prozesse besonders wichtig.

Wesentlicher Bestandteil der Fortschreibung der Strategie ist deshalb die Diskussion mit Experten und mit der Öffentlichkeit. Dementsprechend wurden sowohl Eckpunkte als auch erste Entwürfe der Strategie beziehungsweise der Fortschrittsberichte im Internet veröffentlicht. Den Dialog ergänzten Konsultationsrunden mit Kommunen, Wirtschaft und Gewerkschaften, Umwelt- und Entwicklungsverbänden, Landwirtschafts- und Verbraucherverbänden sowie Wissenschaft und Kirchen.

Bei der Weiterentwicklung der Strategie fließen die Ansichten und Ideen unterschiedlichster gesellschaftlicher Gruppen in die Inhalte der Fortschrittsberichte ein. Anregungen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger werden ebenso berücksichtigt. Damit ist die Strategie das erste politische Programm einer Bundesregierung, an dem Bürgerinnen und Bürger aktiv mitgewirkt haben und weiter mitwirken. Im Fortschrittsbericht 2012 kommen Bürgerinnen und Bürger mit ihren Stellungnahmen aus dem Dialog zu Nachhaltigkeit direkt zu Wort.

Auch in Zukunft wird die breite Beteiligung aller Akteure ein Schwerpunkt der Arbeit der Bundesregierung für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland sein. Erfahrungen aus den Dialogprozessen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsstrategie werden dabei einfließen.

Der Bürgerdialog zum Fortschrittsbericht 2012

Der umfassende Dialog zur Nachhaltigkeit startete im Herbst 2010. In der ersten Phase von September bis November 2010 stellte die Bundesregierung ihre Vorschläge für die inhaltlichen Schwerpunkte des neuen Fortschrittsberichts zur Diskussion: "nachhaltiges Wirtschaften" und "Wasser". Zugleich lud sie dazu ein, sich zu anderen Themen der Nachhaltigkeitspolitik zu äußern.

In einer zweiten Dialogphase von Juni bis September 2011 konnte der Entwurf der Bundesregierung zum Fortschrittsbericht 2012 diskutiert werden. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich am Dialog beteiligt. Seit August 2010 wurde die Website von über 72.000 Nutzern besucht. Über 386.000 einzelne Seitenaufrufe wurden registriert (page impressions). Die Teilnehmer gaben insgesamt in beiden Phasen über 1.600 Stellungnahmen und Kommentare ab. Zusätzlich gab es insgesamt über 2.100 positive oder negative Bewertungen.

Über 95 Prozent der Beiträge gingen online über die Website www.dialog-nachhaltigkeit.de ein. Vor allem Institutionen wählten den Weg der postalischen Zusendungen ihrer Stellungnahmen. In einer Dialogveranstaltung im Bundeskanzleramt im September 2011 konnten sich darüber hinaus Verbände und Organisationen zum Fortschrittsbericht äußern. Im Oktober 2011 nahmen sie zum Entwurf des neuen Schwerpunktkapitels "Klima und Energie" Stellung. Bei aller im Einzelnen teils auch deutlich geäußerten Kritik, waren viele Stellungnahmen doch unterstützend beziehungsweise plädierten für eine weitere Stärkung des Nachhaltigkeitsgedankens in der und durch die Strategie.

Rechts im Kontext finden Sie Videos mit Antworten der Bundesregierung auf ausgewählte Fragen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Dialog.