Donnerstag, 29. November 2007
Hightech-Strategie
Innovationsmotor IKT
Sie sind heute der wichtigste Innovationsmotor: die Informations- und Kommunikationstechnologien – kurz IKT. Rund elf Prozent aller neu entwickelten Produkte, die auf den Markt kommen, gehen auf die IKT zurück.
Bild vergrößern
Stets Neues bei IKT
Foto: Stefan Kroeger / VISUM
Wachstumsmarkt IKT
Die IKT ist ein Wachstumsmarkt. Weltweit wuchs er 2005/2006 nach Auswertungen des European Information Technology Observatory (EITO) um 5,9 Prozent. Der Markt wird vor allem in den Schwellenländern Indien und China immer größer. In Deutschland sorgen an die 800.000 Arbeitsplätze in der IKT für einen Umsatz von rund 146 Milliarden Euro. Im Mittel über alle Länder der OECD ist die Branche für zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts verantwortlich.
Informationsgesellschaft Deutschland 2010
Die Bundesregierung fördert das Technologiefeld der IKT umfassend. Eine Reihe von Fördermaßnahmen ist im Aktionsprogramm „Informationsgesellschaft Deutschland 2010“ (ID 2010) zusammengefasst.
Bild vergrößern
Mobil mit IKT
Foto: BMU / Christoph Edelhoff
Unter die Initiative fallen ganz unterschiedliche Gesetzesvorhaben und Förderprogramme. Von Gesetzen zur Telekommunikation und zu Medien bis zu einem umfassenden europäischen Rechtsrahmen für die Informationsgesellschaft. Die IKT-Förderung soll stärker zusammengefasst und koordiniert werden.
Weitere Schwerpunkte bilden die Initiativen zur Breitbandförderung und zur Digitalisierung der Medien, das Netzwerk elektronischer Geschäftsverkehr sowie flächendeckende elektronische Verwaltungsdienste. Auch dazu gehören der elektronische Personalausweis, die elektronische Gesundheitskarte und Anstrengungen für eine höhere IKT-Sicherheit.
Forschung unter dem Dach von IKT 2020
Das wichtigste Instrument unter dem Dach ID 2010 wurde auf den Namen IKT 2020 getauft. In den kommenden fünf Jahren fließen Forschungsgelder in Höhe von 1,5 Milliarden Euro in die Informations- und Kommunikationstechnologien. Ziel des Programms ist es, die technologische Spitzenstellung Deutschlands im Bereich IKT zu festigen und auszubauen.
Das Förderprogramm ist auf zehn Jahre angelegt, zielt aber perspektivisch auf das Jahr 2020. Da sich der IKT-Bereich sehr schnell wandelt, umfasst die erste thematische Festlegung lediglich fünf Jahre. Im Bedarfsfall soll flexibel nachgesteuert werden.
Das Programm besteht aus vier Elementen: Leitinnovationen, Technologieverbünde, Diensteplattformen und der Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen.
Unternehmen und Forschungseinrichtungen sollen dabei eng zusammenarbeiten, um neue Entwicklungen in allen Branchen in konkrete Anwendungen zu übertragen. Diese Kooperationen sind auf drei bis zehn Jahre angelegt. Im Gespräch sind Leitinnovationen in fünf Bereichen: Automobilelektronik, Automatisierung, Gesundheit und Medizin, Logistik und Dienstleistungen sowie Energie.
Schnittstelle Mittelstand
Die besondere Förderung der kleinen und mittleren Unternehmen kommt nicht von ungefähr: Sie sind ein wichtiger Innovationsmotor. Beim Transfer von Forschungsergebnissen in wirtschaftliche Produkte spielen sie eine zentrale Rolle.
Das Forschungsförderungsprogramm IKT 2020 stellt speziell für kleine und mittlere Unternehmen 100 Millionen Euro bereit. Die Unternehmen können Projektförderungen weitgehend themenoffen erhalten. Das Antragsverfahren ist einfach und schnell.
