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Elektromobilität erforschen und erproben

Elektromobilität in Deutschland wird für jedermann sichtbar. In so genannten Schaufenstern werden bundesweit groß angelegte regionale Demonstrations- und Pilotvorhaben vorgestellt.

Bundesminister Rösler und Ramsauer mit einem Elektroauto.Bild vergrößern Demonstrations- und Pilotvorhaben für Elektromobilität Foto: BMVBS

"Die neuen Schaufenster werden zum Aufschwung der Elektromobilität in Deutschland erheblich beitragen. Die vier ausgewählten Regionen hatten olympiareife Konzepte vorgelegt - und werden jetzt mit Hilfe der Bundesregierung elektrisiert. Es bleibt dabei: 2020 sollen mindestens eine Million Elektroautos auf unseren Straßen unterwegs sein. Mehr als die Hälfte der Fahrzeuge sollte aus deutscher Produktion kommen," sagt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer zu dem Projekt der Bundesregierung. "Das System Elektromobilität soll für potenzielle Nutzer und die breite Öffentlichkeit in Deutschland erfahrbar gemacht werden", hob er hervor. Die Schaufenster sollten gleichzeitig Erprobungsraum und Werkstatt sein. Sie böten die Möglichkeit, offene Frage zu beantworten, zum Beispiel zu Kundenerwartungen oder Anforderungen an die Infrastruktur.

Drei Jahre lang wird gefördert und geforscht

Für das Gesamtprogramm stellt der Bund Fördermittel in Höhe von 180 Millionen Euro bereit. 

Im April 2012 ist die Entscheidung gefallen, welche der Bewerberregionen in das Schaufensterprogramm aufgenommen werden. Die Fördermittel werden über drei Jahre bis 2015 ausgeschüttet. Im Mittelpunkt der Förderung steht insbesondere die Forschung und Entwicklung der Elektromobilität.

Die Bundesregierung hat entschieden, dass folgende Regionen im Rahmen des Programms "Schaufenster Elektromobilität" gefördert werden:

  • Living Lab BW E-Mobil (Baden-Württemberg)
  • Internationales Schaufenster der Elektromobilität (Berlin/Brandenburg)
  • Unsere Pferdestärken werden elektrisch (Niedersachsen)
  • Elektromobilität verbindet (Bayern/Sachsen)

Die Entscheidung beruht auf Empfehlungen einer 13-köpfigen Fachjury aus Wissenschaftlern und Fachverbänden, die die 23 Bewerbungen geprüft und bewertet hatte. Als "Schaufenster" sind groß angelegten regionalen Demonstrations- und Pilotvorhaben ausgewählt worden. Dort sind innovativste Elemente der Elektromobilität an der Schnittstelle von Energiesystem, Fahrzeug und Verkehrssystem gebündelt und sollen auch international sichtbar gemacht werden.

Der Entscheidung der Bundesregierung schließt sich ein Verfahren zur Prüfung und Bewilligung der in den erfolgreichen Schaufenstern gebündelten Einzelprojekte an. In diesem Verfahren werden auch die jeweiligen Fördervolumina festgelegt. Die Bundesregierung schließt sich dem Votum der Fachjury an, kein Schaufenster mit mehr als 50 Millionen Euro Bundesmitteln zu fördern. So kann in der Summe eine möglichst große Bandbreite an innovativen Konzepten verwirklicht werden.

Am Schaufensterprogramm sind vier Ministerien der Bundesregierung beteiligt: das Wirtschaftsministerium und das Verkehrsministerium beteiligen sich mit jeweils 67 Millionen Euro. Das Umweltministerium gibt 25 Millionen und das Forschungsministerium 20 Millionen Euro.

Die Demonstrations- und Pilotvorhaben sollen zu einem Großteil von den teilnehmenden Unternehmen mitfinanziert werden. So geht von dem Einsatz der Fördermittel eine erhebliche Hebelwirkung aus.

Die bundesweiten Schaufenster Elektromobilität sind eine Maßnahme aus dem Regierungsprogramm Elektromobilität. Die Bundesregierung hatte das Programm am 18. Mai 2011 beschlossen. Mit dem Schaufensterprogramm greift die Bundesregierung eine Empfehlung der Nationalen Plattform Elektromobilität auf.