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Dienstag, 20. März 2012

Moderne Kraftwerke schlagen Brücke ins regenerative Zeitalter

Die konventionelle Stromerzeugung bleibt mittelfristig im deutschen Energiemix unverzichtbar. Denn die Energiewende und eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung sind kein Gegensatzpaar. Sie gehören zusammen.

Braunkohlekraftwerk Schkopau bei Halle (Sachsen-Anhalt)Bild vergrößern Braunkohlekraftwerk Schkopau Foto: transit / Busse

Bis zum Jahr 2022 wird Deutschland vollständig aus der Kernenergie aussteigen. Zentraler Baustein für unsere zukünftige Energieversorgung ist daher der zügige Ausbau erneuerbarer Energien.

Allerdings steht der dadurch erzeugte Strom nicht gleichmäßig zur Verfügung. Sonnenkollektoren und Windräder helfen nur, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht.

Gesamtleistung aller Kraftwerke in Deutschland rund 174 Gigawatt (GW) – Stand Januar 2013

Davon etwa 90 GW als gesicherte Leistung, das heißt mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit immer verfügbar

Anteil erneuerbarer Energien an gesicherter Leistung etwa 12 GW, also rund 13 Prozent

Weitere 20 GW geschätzter Bedarf an zusätzlicher Leistung bis zum Jahr 2020

Standort Deutschland sichern

Langfristig sollen solche Schwankungen mit Hilfe neuer Technologien ausgeglichen werden, zum Beispiel durch neue Speichermöglichkeiten für Strom. Kurz- und mittelfristig benötigen wir aber ausreichend Kraftwerke, um kontinuierlich Strom zu erzeugen und auf Netzschwankungen flexibel reagieren zu können.

Deshalb sind für diesen Zeitraum Investitionen in hochmoderne Kohle- und Gaskraftwerke erforderlich, die als konventionelle Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen arbeiten. Dieses Vorgehen ist notwendig, um Deutschland als starken Wirtschaftsstandort mit seiner großen Zahl an Arbeitsplätzen zu sichern.

Die neuen Kraftwerke zahlen sich für Deutschland doppelt aus: Einerseits tragen sie dazu bei, dass Strom bezahlbar bleibt – für private Haushalte wie für Gewerbe- und Industriebetriebe. Auf der anderen Seite helfen sie uns von Stromimporten aus dem Ausland weitgehend unabhängig zu sein.

Ergebnisse unter die Lupe nehmen

Um den Weg ins regenerative Zeitalter optimal zu begleiten hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie beispielsweise das Kraftwerksforum eingerichtet und einen Energiemonitoring-Prozess begonnen. Im Kraftwerksforum treffen sich zweimal jährlich Vertreter aus Politik, Energiewirtschaft und Umweltverbänden. Sie nehmen die Erzeugungskapazitäten, Entwicklungen und Hindernisse innerhalb der deutschen Energiewende genau unter die Lupe. Ziel ist es, die Umsetzung des neuen Energiekonzepts mit Blick auf eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung zu überprüfen.