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Energie sparen durch Kraft-Wärme-Kopplung

Blockheizkraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung verwerten die Wärme, die bei der Stromerzeugung entsteht. So produzieren die Anlagen gleichzeitig Wärme und Strom und nutzen so den Brennstoff viel effizienter als bei der Produktion in getrennten Anlagen.

Familie mit einem Mini-Heizkraftwerk.Bild vergrößern Blockheizkraftwerke können gleichzeitig Strom, Heizwärme und Warmwasser erzeugen. Foto: SenerTec

Das schont auch das Klima, denn geringere Brennstoffmengen bedeuten auch weniger klimaschädliche CO2-Emissionen. Weiterhin können Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) die schwankende Stromeinspeisung aus Energiequellen wie Wind und Sonne im Stromnetz ausgleichen.

Die Bundesregierung weitet nun die Förderung von KWK-Anlagen aus und beschleunigt den Ausbau dieser Technologie. Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 ihren Anteil der Stromerzeugung auf 25 Prozent anzuheben. Derzeit liegt er bei etwa 15 Prozent. KWK-Anlagen sind auch geeignet, Schwankungen in der Stromerzeugung, wenn Wind oder Sonne nicht ausreichen, auszugleichen. Mit der im Juli 2012 in Kraft getretenen Novelle wurde die Förderung von KWK-Anlagen sowie Wärme- und Kältenetzen deutlich verbessert. Flankiert wird das Gesetz durch das 2012 wieder aufgelegte KWK-Förderprogramm für kleine Anlagen bis 20 kWel (Abkürzung für Kilowatt elektrisch, Angabe der elektrischen Leistung zum Beispiel eines Blockheizkraftwerks).

Was sich ändert

Die Novelle erhöht die Förderung für alle Anlagengrößen um 0,3 Cent pro Kilowattstunde. Anlagen, die ab 2013 der Emissionshandelspflicht unterliegen, erhalten zusätzlich einen Ausgleich von noch einmal 0,3 Cent pro Kilowattstunde. Neu eingeführt wird insbesondere eine Möglichkeit zur Förderung von Wärmespeichern, die mit Zuschlägen von bis zu 30 Prozent der Investitionskosten unterstützt werden können. Wärmespeicher erlauben eine bessere Abstimmung der Stromerzeugung in KWK-Anlagen mit der fluktuierenden Einspeisung erneuerbarer Energien. KWK-Anlagen mit Wärmespeichern können zeitweise unabhängig vom Wärmebedarf Strom einspeisen und die gleichzeitig erzeugte Wärme in Speichern zwischenlagern. Diese kann dann später bei entsprechendem Wärmebedarf abgerufen werden. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur KWK-Nachrüstung von konventionellen Kraftwerken und entsprechenden Industrieanlagen förderfähig. Durch eine solche Nachrüstung wird die Effizienz dieser Anlagen erheblich gesteigert. 

Förderung von Mini-Blockheizkraftwerken

Und auch Eigentümer, Mieter oder Pächter von Bestandsbauten können von der Förderung profitieren. Denn: seit dem 1. April 2012 unterstützt die Bundesregierung finanziell wieder die Anschaffung von Mini-KWK-Anlagen. Neue Mini-Blockheizkraftwerke bis 20 Kilowatt (kW)  können laut Förderprogramm einen einmaligen Investitionszuschuss erhalten, gestaffelt nach der elektrischen Leistung der Anlagen. So erhalten beispielsweise sehr kleine, für Ein- und Zweifamilienhäuser besonders geeignete, Geräte mit einer Leistung von 1 kW 1.500 Euro, große Anlagen mit 19 kW hingegen 3.450 Euro. Förderanträge nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) seit 1. April 2012 entgegen. 

Riesiges Potential

In Deutschland werden zur Zeit rund 26 Millionen Wohnungen mit circa 17 Millionen Zentralheizungen versorgt. Nur ein Zehntel dieser Heizkessel entspricht dem Stand der Technik. Und 20 Prozent sind älter als 24 Jahre mit schlechten Wirkungsgraden unter 65 Prozent. Veraltete Heizungsanlagen durch hoch energieeffiziente Mini-KWK-Anlagen zu ersetzen, schont nicht nur das Klima, sondern auch den Geldbeutel.