Energiehelden und Energieräuber auf einen Blick
Wer ein neues Elektrogerät anschaffen möchte, kann aus einer Fülle von Angeboten auswählen. Damit die Wahl nicht zur Qual wird, erleichtern einheitliche Verbrauchskennzeichnungen die Entscheidung.
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Effiziente Kühl- und Gefriergeräte sparen Strom und damit Geld
Foto: Bundesregierung/Stutterheim
Denn bei Elektrogeräten ist nicht nur der Anschaffungspreis, sondern auch der Stromverbrauch ein wesentlicher Kostenfaktor.
Übersichtliche Information dank EU- Effizienzlabel
Das bekannte EU-Energielabel erleichtert den Vergleich der verschiedenen Modelle. Auf den ersten Blick ist die Energieeffizienzklasse an Buchstaben von A bis G und an den Farbbalken zu erkennen. Grün bedeutet die höchste Effizienzklasse, Rot die niedrigste.
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EU-Energielabel Geschirrspüler
Foto: Umweltbundesamt
Haushaltsgeräte sind im Laufe der Zeit deutlich energieeffizienter geworden, eine größere Differenzierung war erforderlich. Das Energielabel enthält eine stärkere Unterteilung innerhalb der einzelnen Klassen. So gilt etwa für Geschirrspüler, Waschmaschinen oder Kühl- und Gefriergeräte A+++ als höchste Energieeffizienzklasse.
Bei Fernsehgeräten sind Geräte mit einem niedrigen Energieverbrauch mit Klasse A gekennzeichnet. Die EU plant eine schrittweise weitere Differenzierung: zwischen 2014 und 2020 um A+ bis A+++.
Auf dem Label ist nicht nur der Energieverbrauch eines Gerätes zu sehen. Es enthält weitere Produktinformationen, wie die Schleuderwirkung bei Waschmaschinen, das Volumen eines Kühlschranks oder die Geräuschemissionen. Sie sind in Form von Piktogrammen angegeben.
Produktpalette erweitert
Die überarbeitete EU-Rahmenrichtlinie dient zum einen einer verbesserten Informationsgrundlage für Käufer. Sie erweitert aber auch den Anwendungsbereich. Bisher bezog sie sich auf "energiebetriebene Haushaltgeräte". Erfasst werden künftig "energieverbrauchsrelevante Produkte". Dazu gehören Produkte für gewerbliche Anwendungen. Außerdem erfasst die Richtlinie Produkte, die zwar selber keine Energie verbrauchen, aber Einfluss auf den Verbrauch haben, wie beispielsweise Fenster.
Die EU-Kommission entscheidet, welche Produktgruppe ein Effizienzlabel erhält.
Die Bundesregierung hat die EU-Richtlinie mit dem Gesetz zur Neuordnung des Energieverbrauchskennzeichnungsrechts in nationales Recht umgesetzt. Die Neuregelung soll den Wettbewerb um die energieeffizientesten Produkte stärken und so die Energieeffizienz insgesamt steigern.
