Dienstag, 6. November 2012
Erste freie Volkskammerwahl
18. März 1990: Zum ersten Mal in der Geschichte der DDR sind die Bürgerinnen und Bürger zu einer freien demokratischen Wahl aufgerufen. Um den Einzug in die Volkskammer der DDR bewerben sich 24 Parteien, politische Vereinigungen und Bündnisse. Von 12,2 Millionen Wahlberechtigten geben 93,2 Prozent ihre Stimme ab.
Die Bürgerinnen und Bürger konnten nun selbst bestimmen, welche Parteien in die Volkskammer einziehen. Der Ausgang der vorherigen Wahlen war dagegen vorbestimmt gewesen. Sah doch schon die Verfassung eine Republik „unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei“ vor. (Quelle: Verfassung der DDR).
Bei den Wahlen 1990 entschieden sich die Bürgerinnen und Bürger der DDR für das Wahlbündnis „Allianz für Deutschland“. Das Bündnis aus CDU, CSU und Demokratischem Aufbruch siegte mit 48 Prozent der Stimmen. Das Wahlergebnis war zugleich ein klares Votum für die deutsche Einheit.
Am 12. April 1990 wählte die Volkskammer Lothar de Maizière zum Ministerpräsidenten. Er bildete eine große Koalition. Wichtigste Aufgabe der neuen Regierung war die Vorbereitung der Wiedervereinigung.
