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Dienstag, 21. Februar 2012

Chancengleichheit und Leistungsförderung

Bund und Länder ermöglichen allen geeigneten jungen Menschen ein Studium unabhängig vom Einkommen. Neuerdings fördert das Deutschlandstipendium besonders leistungsfähige Studierende zusätzlich.

Studierende eines dualen Studiengangs bei Siemens BerlinBild vergrößern Studieren darf nicht am Geld scheitern Foto: Burkhard Peter

In den vergangenen 40 Jahren haben mehr als vier Millionen Studierende und fast fünf Millionen Schülerinnen und Schüler von der Förderung durch das Bafög profitiert. Bafög steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz.

Bafög steht für mehr Chancengerechtigkeit im deutschen Bildungssystem und kommt besonders Studierenden aus den unteren Einkommensschichten, aber auch Studierenden mit Kindern zugute.

Bafög schafft Chancengleichheit

Der 19. Bericht der Bundesregierung zum Bafög zeigt, dass von 2008 bis 2010 die durchschnittlichen monatlichen Förderbeiträge bei den Studierenden von 398 Euro um 9,5 Prozent auf 436 Euro gestiegen sind. Im gleichen Zeitraum stieg der Monatsbetrag für Schüler um 11,2 Prozent von 321 auf 357 Euro.

Gegenüber 2008 erhöhte sich die durchschnittliche Zahl der geförderten Studierenden um insgesamt 11,4 Prozent von rund 525.000 auf 585.000 im Jahr 2010. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der geförderten Schüler um 3,6 Prozent von 192.100 auf 199.100.

Besonders gern genutzt wurden die verbesserten Möglichkeiten, das Bafög auch für ein Studium im Ausland zu nutzen. 2010 machten 43.200 junge Menschen davon Gebrauch. Das waren 54 Prozent mehr als 2008 (28.000). Damit hat sich das Bafög zu einem wichtigen Instrument für internationale Mobilität entwickelt.

BAföG macht Ausbildung bezahlbar

Fortschritte für Deutschland: Damit Studieren nicht am Geld scheitert, ist das BAföG um 22 Euro im Monat gestiegen. Heute erhält jeder vierte Studierende BAföG. Die Bundesregierung möchte, dass kein junger Mensch aus finanziellen Gründen auf eine Studium verzichten muss.

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Deutschlandstipendium

Anders als etwa die USA hat Deutschland noch keine ausgeprägte Stipendienkultur. Dennoch gibt es zahlreiche aus Steuergeldern oder privat finanzierte Stipendien, die besonders begabte Studierende fördern oder einen Auslandsaufenthalt finanzieren. Einzelheiten dazu, welche Stipendien es gibt und wie man sich darum bewerben muss, gibt der Stipendienlotse.

Neben monatlichen Stipendien und Zuschüssen für Studienaufenthalte, Sprachkurse und Praktika im Ausland gibt es auch eine anspruchsvolle ideelle Förderung. Sie umfasst vielfältige und interdisziplinäre Seminare, Symposien, Akademien, Tagungen und Workshops und ermöglicht Kontakte zu Referenten, Vertrauensdozenten und Tutoren.

Neuerdings fördert die Bundesregierung mit dem Deutschlandstipendium besonders leistungsstarke und begabte Studierende. Bei der Vergabe zählen nicht nur Noten, sondern auch soziales Engagement. Die Förderung ist unabhängig vom Einkommen der Eltern oder vom Bafög. Deshalb profitieren Studierende aus einkommensschwachen Familien gleich doppelt von der Förderung.

Bildungsdarlehen

Auch mit einem Bildungskredit von der KfW-Bankengruppe kann ein Studium gefördert werden. Auf Antrag gibt es bis zu 650 Euro monatlich und das 14 Semester lang.

Studieren mit 300 Euro zusätzlich?

Wer im Studium besonders gut sein will, braucht Zeit. Das neue Deutschlandstipendium unterstützt begabte und leistungsstarke Studierende mit 300 Euro im Monat. Und zwar zusätzlich zu eigenem Geld oder Bafög. Dabei zählen nicht nur die Noten. Auch persönlicher Hintergrund und Lebensleistung des Einzelnen fallen ins Gewicht.

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