Dienstag, 21. Februar 2012
Studieren an einer Hochschule
Der wichtigste Rohstoff unseres Landes liegt in den Köpfen der Menschen. Ihn zu fördern ist Aufgabe der Hochschulen.
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Immer mehr Studierende
Foto: Sven Ehlers
Die Situation an den Hochschulen hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Die Zahl der Studienanfänger ist auf etwa 55 Prozent eines Jahrgangs angestiegen. Entsprechend hat sich auch der Lehrkräftebedarf an den Hochschulen erhöht.
Angesichts geburtenstarker Jahrgänge werden mit dem Hochschulpakt bis 2015 weitere 334.000 Studienplätze geschaffen. Mindestens so viele junge Menschen werden wegen der doppelten Abiturjahrgänge und der Aussetzung der Wehrpflicht an die Unis drängen.
Studienfinanzierung
Mit steigenden Studentenzahlen gewinnt auch die Studienfinanzierung immer mehr an Bedeutung. Um eine breite Förderung von Bildung für junge Menschen zu erreichen, setzt die Bundesregierung auf die Instrumente Bafög, Bildungsdarlehen und jetzt erstmals auch bundesweit auf Stipendien für Begabte von 300 Euro pro Monat. Die Stipendien sollen jungen Menschen bei der Entfaltung ihrer Talente helfen und damit Deutschland langfristig im globalen Wettbewerb stärken.
Studienreform
Vor etwa zehn Jahren begann eine europaweite Hochschulreform, mit der ein europäischer Hochschulraum geschaffen werden soll. Ein wichtiges Element ist die gestufte Studienstruktur mit den Abschlüssen Bachelor und Master.
Mit der drittem Säule des Hochschulpakts und dem Bologna-Qualitäts- und Mobilitätspaket will die Bundesregierung vor allem die Qualität des Studiums und die Mobilität der Studierenden verbessern. Einen wesentlichen Beitrag zur Mobilität leisten seit Jahren auch die europäischen Bildungsprogramme.
dual studieren
Neben den bekannten Studiengängen an Hochschulen gibt es auch die sogenannten dualen Studien. Der Studierende geht mit einer Firma eine Art Ausbildungsvertrag ein. Dabei verpflichtet er sich, in der studienfreien Zeit in der Firma zu arbeiten. Als Gegenleistung erhält er eine Art Stipendium über die gesamte Studiendauer. Neben den finanziellen Vorteilen profitiert der Studierende aber auch durch jede Menge Praxiserfahrung und die Chance, Kontakte im Unternehmen zu knüpfen. In manchen dualen Studienprogrammen ist sogar noch eine klassische Ausbildung enthalten, die parallel zum Studium durchgeführt und auch während des Studiums abgeschlossen wird.
Für ein duales Studium muss man sich normalerweise bei einer Firma bewerben, die dann mit der Hochschule kooperiert. Über Firmen, die so etwas anbieten, informiert die Bundesagentur für Arbeit im persönlichen Beratungsgespräch oder über ihre Internet-Jobbörse. Man kann sich auch an Berufsakademien oder Hochschulen wenden, die duale Studien anbieten. Sie verfügen oftmals über Listen von Unternehmen, bei denen man sich bewerben kann.
