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Europa

Erweiterung der Europäischen Union 

junge Leute mit der EU-Fahne
Foto: Grabowsky
Europa wächst zusammen - die Jugend vorneweg
Europa erfreut sich seit über 60 Jahren eines dauerhaften Friedens und weltweit einzigartiger Stabilität. Schritt für Schritt ist seit 1957 aus der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) mit sechs Ländern die Europäische Union (EU) mit heute 27 Mitgliedern geworden. Und weitere Beitritte werden folgen.
Am 1. Januar 2007 hat die EU mit Rumänien und Bulgarien zum sechsten Mal neue Staaten aufgenommen, wobei die Aufnahme der ehemaligen DDR nicht als Beitritt gezählt wird. Damit sind die letzten beiden osteuropäischen Staaten der EU beigetreten, denen nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989/90 der EU-Beitritt in Aussicht gestellt worden war. Die EU hat nun 27 Mitgliedstaaten mit fast 500 Millionen Einwohnern.
 
Der Beitritt der mittelost- und südosteuropäischen Staaten 2004 und 2007 hat sich jedoch politisch und wirtschaftlich grundlegend von den bisherigen Erweiterungsrunden unterschieden. Europa steht vor der Herausforderung, die Wiedervereinigung des Kontinents auch wirtschaftlich zu vollenden. Die Menschen in den neuen Mitgliedsländern sollen ein Leben in Freiheit und Wohlstand führen können, wie es in Westeuropa schon seit Jahrzehnten möglich ist.
 

Die Erweiterungsrunden der EU

 
1957Gründungsstaaten: Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und Niederlande
1973Dänemark, Großbritannien und Irland
1981Griechenland
1986Portugal und Spanien
1995Finnland, Österreich und Schweden
2004Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern
2007Bulgarien und Rumänien
 
 
 
Von Anfang an war die Gemeinschaft für alle europäischen Staaten offen. 1951 legten Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande mit der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) den Grundstein für die europäische Einigung. 1957 gründeten diese Länder in Rom die EWG und die Europäische Atomgemeinschaft. Dabei wurde von Anfang an das Ziel formuliert, diese Gemeinschaften auf weitere Staaten auszudehnen.
 
Wegen des Ost-West-Konfliktes blieb der Integrationsprozess aber auf Westeuropa beschränkt. Dies änderte sich mit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989.
 
Jeder europäische Staat kann grundsätzlich den Antrag zur Aufnahme in die Europäische Union stellen. Voraussetzungen sind unter anderen das Bekenntnis zu den Grundsätzen der Freiheit, der Demokratie, der Achtung der Menschenrechte, der Grundfreiheiten und der Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit. Diese Grundsätze sind in den so genannten Kopenhagener Kriterien festgelegt, die die Beitrittsbedingungen regeln.  
 

Die Beitrittskandidaten

 
Die EU ist nach wie vor attraktiv für viele europäische Staaten. Einige von ihnen haben sich um einen Beitritt beworben. Derzeit haben die Türkei, Kroatien und Mazedonien den offiziellen Status eines Beitrittskandidaten.
 
Die Europäische Union hat am 3. Oktober 2005 die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei eröffnet, nachdem die Türkei alle Vorbedingungen erfüllt hatte. Die Beitrittsverhandlungen werden sich bis mindestens 2014 hinziehen, da die Türkei noch zahlreiche Reformen durchführen muss, um vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht beitrittsfähig zu sein.
 
 
Auch mit Kroatien werden seit dem 3. Oktober 2005 Beitrittsverhandlungen geführt. Kroatien erfüllt alle Vorbedingungen für einen Beitritt und hat sich in vielen Bereichen bereits den Rechtsnormen der EU unterworfen. Auch wirtschaftlich ist Kroatien seit dem Ende des Jugoslawien-Kriegs auf stetem Wachstumskurs. Die Verhandlungen werden daher wahrscheinlich früher abgeschlossen sein als die mit der Türkei.
 
 
Mazedonien hat am 17. Dezember 2005 den Status eines Beitrittskandidaten erhalten. Ein Termin für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen steht aber noch nicht fest.
  
 

Weitere Antragsteller

 
Albanien hat am 28. April 2009 seinen Beitrittsantrag gestellt, Island am 22. Juli 2009. Während bei Island mit schnellen Beitrittsverhandlungen gerechnet wird, ist dies bei Albanien völlig offen.
 
Montenegro beantragte den Beitritt am 15.12.2008 und Serbien am 22.12.2009. Alle Länder haben noch nicht den Status eines Beitrittskandidaten.
 

 Fragen zur EU-Erweiterung

 

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