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Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Mit ihren 16 Museen, der Staatsbibliothek, dem Geheimen Staatsarchiv, dem Ibero-Amerikanischen Institut sowie dem Staatlichen Institut für Musikforschung zählt die Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu den größten und bedeutendsten Kultureinrichtungen Deutschlands. Sitz der Stiftung und ihrer Einrichtungen ist Berlin.

Alte NationalgalerieBild vergrößern Alte Nationalgalerie Foto: SPK

Die Stiftung wird vom Bund und von allen Ländern finanziert. Der Bund trägt drei Viertel der laufenden Betriebskosten und in vollem Umfang die Kosten für die Bauinvestitionen.

Die Stiftung wurde 1957 durch Gesetz gegründet. Ihre Aufgabe ist es, die ihr übertragenen Kulturgüter zu bewahren, zu pflegen und zu ergänzen. Dabei soll sie den Zusammenhang der ehemals preußischen Sammlungen erhalten und eine Auswertung dieses Kulturbesitzes für die Interessen der Allgemeinheit in Wissenschaft und Bildung und für den Kulturaustausch zwischen den Völkern gewährleisten.

Masterplan für die Museumsinsel

Eine der zentralen aktuellen Aufgaben der Stiftung ist die Sanierung der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gebäude. Dazu gehören die Staatsbibliothek mit ihrem Haus "Unter den Linden" und die Museen auf der Museumsinsel.

1999 stellte die UNESCO die Museumsinsel als Weltkulturerbe unter ihren Schutz. Im gleichen Jahr beschloss der Stiftungsrat einen "Masterplan" für die Sanierung der Gebäude und die zeitgemäße Entwicklung des gesamten Museumsquartiers.

Auch wenn der Masterplan inzwischen in Teilen überholt ist, konnten bis heute weite Teile der Planungen bereits umgesetzt werden. Nach Abschluss der Generalsanierung der Alten Nationalgalerie im Jahr 2001, der Wiedereröffnung des Bode-Museums 2006 und des Neuen Museums im Jahr 2009, ist die Grundinstandsetzung und Ergänzung des Pergamonmuseums vorgesehen.

www.museumsinsel-berlin.de

Humboldtforum - Kulturen der Welt in der Mitte Berlins

Das Humboldtforum im Berliner Stadtschloss ist das bedeutendste Bauvorhaben im Kulturbereich für die nächsten Jahre und ein wirkliches Jahrhundertprojekt – aus kultureller, aber auch aus städtebaulicher Sicht. Mit der Wiedererrichtung des Stadtschlosses schließt sich eine Lücke im Berliner Stadtbild.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wird der Hauptnutzer des künftigen Humboldtforums sein – hier sollen die außereuropäischen Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin untergebracht werden. Weitere Nutzer des Humboldtforums sind die Humboldt-Universität und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin.

In Ergänzung zur Museumsinsel mit ihren überwiegend europäischen Kunstschätzen entsteht ein Gebäude, das insgesamt 40.000 Quadratmeter Fläche für die außereuropäischen Kulturen der Welt, für das Lesen und für die Wissenschaft vorsieht. Die Präsentation der Weltkulturen soll nicht rein museal und rückwärtsgewandt erfolgen, sondern insbesondere in der Agora, dem Veranstaltungszentrum des Humboldtforums, aktuell und gegenwartsbezogen. Mit Martin Heller konnte Kulturstaatsminister Bernd Neumann im Dezember 2010 einen erfahrenen Kulturmanager als neuen Projektleiter vorstellen. Beraten von einem international besetzten Expertengremium wird er bis 2013 ein Konzept für das Veranstaltungszentrum entwickeln.  

Der Deutsche Bundestag hat im Dezember 2007 beschlossen, das historische Berliner Schloss wieder zu errichten und dort das Humboldt-Forum unterzubringen. Im November 2008 entschied sich eine unabhängige Jury für den Entwurf des italienischen Architekten Franco Stella, der wie vom Bundestag vorgegeben die Wiederherstellung von drei barocken Fassaden vorsieht.  Bauherrin ist die Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum, die vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gefördert wird. www.sbs-humboldtforum.de

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 03.01.2013