Navigation und Service

Inhalt

Writers in Exile: Stipendien für verfolgte Schriftstellerinnen und Schriftsteller

Immer noch werden Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Journalistinnen und Journalisten sowie Intellektuelle verfolgt, gefoltert und ermordet. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien versucht, auch außerhalb außenpolitischer Initiativen Wege zu finden, um einzelnen Opfern zu helfen.

Deutschland hat dabei eine besondere historische Verantwortung, weil während der NS-Zeit ganze Kunstrichtungen für "entartet" erklärt, Künstlerinnen und Künstler in die Emigration gezwungen oder verhaftet und umgebracht und ihre Werke vernichtet wurden.

Seit 1999 unterstützt die Bundesregierung mit dem Projekt "Writers in Exile" Autorinnen und Autoren, die zeitweise in Deutschland im politischen Exil leben. Darin soll auch ein Dank an die Länder zum Ausdruck kommen, die in der NS-Zeit deutschen Künstlerinnen und Künstlern Zuflucht gewährt und ihnen Asyl sowie Arbeitsmöglichkeiten geboten haben.

Die Realisierung des Projekts wurde dem deutschen P.E.N.-Zentrum übertragen, das dafür jährlich mehr als 280.000 Euro erhält. Der P.E.N. wählt die geförderten Autorinnen und Autoren selbstständig und ohne staatliche Einflussnahme aus.

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 05.10.2012