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Deutsche Kultureinrichtungen in Italien

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert in Italien eine ganze Reihe von Kultureinrichtungen. Neben Künstlerhäusern und einer Forschungseinrichtung gehört auch Deutschlands einziges Museum im Ausland dazu. 

_MG_2719Bild vergrößern Deutsche Akademie Rom Villa Massimo Foto: Ulrich Weichert

Die "Casa di Goethe" hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1997 zu einer Attraktion für Kunst- und Kulturinteressierte aus aller Welt entwickelt. Untergebracht ist das Museum in Räumen, in denen Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) während seiner Italienreise von 1786 bis 1788 wohnte. Auch der Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein und andere deutsche Künstler lebten hier.

Neben einer Dauerausstellung zur Italienreise des großen deutschen Dichters veranstaltet das Museum regelmäßig Wechselausstellungen. In der Bibliothek laden Erstausgaben sowie Literatur zu den Werken Johann Wolfgang von Goethes zum Studium ein. Vorträge, Lesungen und Kolloquien ergänzen das Angebot.

Seit Herbst 2012 stehen dem Museum und Kulturzentrum auf einer weiteren Etage zusätzliche Räume zur Verfügung. Ankauf und Umbau wurden vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert. Träger der 1997 eröffneten Casa di Goethe ist der Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V. in Bonn.

www.casadigoethe.it

Künstlerförderung in der Villa Massimo

Ganz der zeitgenössischen deutschen Kunst widmet sich eine andere deutsche Einrichtung in der römischen Hauptstadt. Die Deutsche Akademie Rom Villa Massimo vergibt jedes Jahr zehn Stipendien an außergewöhnlich begabte und qualifizierte Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland. Eingebunden in das römische und italienische Kulturleben erhalten sie damit die Möglichkeit, sich künstlerisch weiter zu entwickeln.

Seit ihrer Gründung hat die Villa Massimo viele berühmte Kunst- und Kulturschaffende aus Deutschland beherbergt. Unter ihnen sind die Schriftstellerinnen Gabriele Wohmann und Sarah Kirsch, die bildenden Künstler Anselm Kiefer und Thomas Ruff und der Komponist Bernd Alois Zimmermann.

1910 vom Industriellen Edward Arnhold dem Preußischen Staat gestiftet und bis 1913 erbaut, ist die Villa Massimo heute Eigentum der Bundesrepublik Deutschland. Sie wird im Jahr mit rund 2 Millionen Euro vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

Mit einbezogen in die Aktivitäten der Villa Massimo sind die Stipendiaten der Casa Baldi in Olevano Romano. Künstlerinnen und Künstler können dort einen dreimonatigen Studienaufenthalt verbringen. Charakteristisch für dieses Stipendium ist die Arbeit in der Abgeschiedenheit und der direkte Kontakt zu den Menschen des Ortes

www.villamassimo.de

Künstler- und Ausstellungshaus: Villa Romana in Florenz

Ein Ort der deutschen Kunst in Italien ist auch die Villa Romana in Florenz. Im Sommer 2007 konnte die Villa nach ihrer erfolgreichen Sanierung wiedereröffnet werden. Heute präsentiert sie sich mehr denn je als ein international vernetztes Künstler- und Ausstellungshaus. 

Die Villa Romana gewährt jedes Jahr vier ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland ein jeweils zehnmonatiges Stipendium. Finanziert werden die Arbeitsaufenthalte vom Verein Villa Romana e.V. Er wird zur Hälfte vom Bund getragen. Privater Hauptsponsor ist die Kulturstiftung der Deutschen Bank, die das Künstlerhaus bereits seit den zwanziger Jahren unterstützt.

www.villaromana.org

Deutsches Studienzentrum in Venedig

Kultur und Geschichte der "Serenissima" haben Künstler und Wissenschaftler aus aller Welt schon immer fasziniert. Wichtigste Anlaufstelle für jene aus Deutschland ist das Deutsche Studienzentrum. 1972 wurde es im historischen Palazzo Barbarigo della Terrazza am Canal Grande eröffnet.

Das Deutsche Studienzentrum in Venedig vergibt Stipendien an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Außerdem ermöglicht es Künstlerinnen und Künstlern zweimonatige Arbeitsaufenthalte. Das in einem Palazzo aus dem 16. Jahrhundert untergebrachte "Centro" versteht sich als interdisziplinäre Einrichtung. Es fördert wissenschaftliche Arbeiten und Projekte zur Geschichte und Kultur Venedigs und seines Imperiums.

www.dszv.it

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 5.11.2012