Im vergangenen Jahr wurden mehr Filme denn je gefördert: Zusagen gab es für insgesamt 104 Filmprojekte, darunter 74 Spielfilme, 25 Dokumentationen und 5 Animationsfilme.
38 von ihnen sind internationale Koproduktionen. Zu ihnen gehört "Anonymous", der neue Film von Roland Emmerich ebenso wie der Thriller "Unknown White Male" mit Liam Neeson und Diane Kruger in den Hauptrollen.
Filmstandort Deutschland international gefragt
"Durch den Deutschen Filmförderfonds haben wir Deutschland als Filmstandort international wieder zu einer der gefragtesten Adressen gemacht", freut sich Kulturstaatsminister Bernd Neumann.
Seit 2007 hat die Bundesregierung 302 Filmproduktionen mit insgesamt 178,1 Millionen Euro aus dem DFFF gefördert. Für sie fielen allein in Deutschland Herstellungskosten in Höhe von 1,1 Milliarden Euro an.
Ein Effekt, von dem die gesamte deutsche Filmbranche profitiert. Die Bundesregierung hat deshalb beschlossen, den ursprünglich nur auf drei Jahre angelegten Deutschen Filmförderfonds (DFFF) um weitere drei Jahre bis Ende 2012 zu verlängern.
Künstlerische Erfolge
Durch den DFFF werden außerdem auch große künstlerische Leistungen unterstützt. Das zeigt die Verleihung der Golden Globes an Michael Hanneke für seinen DFFF-geförderten Film "Das weiße Band" und an Christoph Waltz für seine Nebenrolle in "Inglorious Basterds". Der österreichische Schauspieler und Hannekes Drama sind inzwischen auch für den Oscar 2010 nominiert.
Unter den 2009 geförderten Produktionen sind Roman Polanskis Politthriller "The Ghost Writer" sowie "Jud Süss – Film ohne Gewissen" von Oskar Roehler. Beide Filme feiern im Rahmen der 60. Berlinale ihre Weltpremiere.
Richtlinien geändert
Die Richtlinien des DFFF wurden zum 1.1.2010 in einigen Punkten geändert. Sie betreffen vor allem die Kosten für Drehbuchgagen, Auslandsdrehtage sowie Archivmaterial in Dokumentarfilmen, die zu einem jeweils festgelegten Prozentsatz geltend gemacht werden können. Weitere Änderungen gibt es bei den Herstellungskosten von Animationsfilmen und in der Verleihreferenz.
Vor allem wird die neue Richtlinie aber dafür sorgen, dass DFFF-geförderte "amphibische Produktionen" zunächst dort ausgewertet werden, wofür sie gemacht werden: Auf der großen Leinwand im Kino. Sogenannte "Amphibische Produktionen" sind Spielfilme, die auch als Mehrteiler im Fernsehen gezeigt werden sollen.
Die Bundesregierung fördert seit Anfang 2007 die Produktion von Kinofilmen durch den Deutschen Filmförderfonds mit 60 Millionen Euro jährlich. Erstattet werden bis zu 20 Prozent der Produktionskosten, die in Deutschland anfallen. Von der bis 2012 geplanten Maßnahme können nicht nur große Produktionen profitieren. Auch kleinere und mittlere Projekte mit einem Budget ab einer Million Euro können eine Teilerstattung der Produktionskosten beantragen. Ziel ist es, den Produktionsstandort Deutschland zu stärken sowie die Wettbewerbsfähigkeit und Qualität der deutschen Filme weiter zu steigern.
Deutscher Filmförderfonds (DFFF)
Deutscher Filmförderfonds (DFFF)

