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Beauftragter für Kultur und Medien

Kultur in den ostdeutschen Ländern

Die Kulturlandschaft in Ostdeutschland ist ungewöhnlich dicht und vielfältig. Obwohl die Kulturausgaben der ostdeutschen Länder und Gemeinden bundesweit an vorderer Stelle stehen, gibt es weiterhin Nachholbedarf an Bau- und Restaurierungsmaßnahmen.
Ein besonderes Anliegen des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ist die dauerhafte, gezielte Förderung gesamtstaatlich bedeutsamer Kultureinrichtungen. Für ihren Erhalt und ihre Modernisierung hat der Bund bis heute rund 900 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.  
 

Förderung kultureller Leuchttürme

 
Mit insgesamt rund 35 Millionen Euro unterstützt der Bund auch in diesem Jahr eine Vielzahl sogenannter "kultureller Leuchttürme". Zu ihnen gehören unter anderem die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Klassik Stiftung Weimar sowie die Stiftung Bauhaus Dessau.
 

Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland 

 
Weitere Institutionen von gesamtstaatlicher Bedeutung werden auf der Grundlage des Programms "Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland" gefördert. Für dieses 2004 neu aufgelegte Programm stellt der Bund jährlich rund 6 Millionen Euro zur Verfügung. Von den Investitionen profitieren unter anderen das Grassi-Museum in Leipzig, das Bachhaus in Eisenach und die Staatlichen Museen in Schwerin.
 
Darüber hinaus werden einzelne Baumaßnahmen gesondert unterstützt. So finanzierte der Bund mit rund 15,3 Millionen Euro ein Viertel der Kosten für die Errichtung des Museums der bildenden Künste in Leipzig. Auch zum Bau des Ozeaneums in Stralsund, für den insgesamt 60 Millionen Euro aufgewendet werden mussten, hat der Beauftragte für Kultur und Medien 15 Millionen Euro beigetragen.

 
Ein Verzeichnis der kulturellen Leuchttürme wurde im Jahr 2001 im Auftrag des damaligen Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien erarbeitet. Dieses "Blaubuch" verzeichnet nicht nur die Kulturstätten von gesamtstaatlicher Bedeutung und europäischem Rang in den neuen Ländern, sondern es dokumentiert auch die besonderen Anstrengungen von Bund, Ländern und Gemeinden zur Wiederherstellung der kulturellen Infrastruktur. Im Dezember 2006 ist eine aktualisierte Neuauflage des "Blaubuchs" erschienen.

Als Interessenvereinigung der im "Blaubuch" verzeichneten Einrichtungen wurde 2002 die Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK) gegründet. Hauptziel der Konferenz ist es, die Bedeutung der einzelnen Häuser und Sammlungen nachhaltig im Bewusstsein der Öffentlichkeit und der Politik zu verankern und sich für den Erhalt des kulturellen Erbes nicht nur in den neuen Bundesländern einzusetzen.

 
 
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