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Beauftragter für Kultur und Medien

Writers in Exile: Stipendien für verfolgte Schriftstellerinnen und Schriftsteller

Immer noch werden Schriftstellerinen und Schriftsteller, Journalistinnen und Jornalisten sowie Intellektuelle verfolgt, gefoltert und ermordet. Der BKM versucht, auch außerhalb außenpolitischer Initiativen Wege zu finden, um einzelnen Opfern zu helfen.
Deutschland hat dabei eine besondere historische Verantwortung, weil während der NS-Zeit ganze Kunstrichtungen für "entartet" erklärt, Künstlerinnen und Künstler in die Emigration gezwungen oder verhaftet und umgebracht und ihre Werke vernichtet wurden.
 
Seit 1999 unterstützt die Bundesregierung mit dem Projekt "Writers in Exile" Autorinnen und Autoren, die zeitweise in Deutschland im politischen Exil leben. Darin soll auch ein Dank an die Länder zum Ausdruck kommen, die in der NS-Zeit deutschen Künstlerinnen und Künstlern Zuflucht gewährt und ihnen Asyl sowie Arbeitsmöglichkeiten geboten haben.
 
Die Realisierung des Projekts wurde dem deutschen P.E.N.-Zentrum übertragen, das dafür jährlich mehr als 280.000 Euro erhält. Der P.E.N. wählt die geförderten Autorinnen und Autoren selbstständig und ohne staatliche Einflussnahme aus.
 
Unter dem Titel "Ein Regen aus Kieseln wird fallen" hat der deutsche P.E.N. 2009 eine Anthologie mit Stimmen geretteter Schriftsteller veröffentlicht. "Die nun vorliegende Publikation einer Auswahl von Stipendiaten aus dem Programm "Writers in Exile" zeichnet ein erschütterndes Bild von persönlichen Schicksalen einerseits und beeindruckenden Beispielen schriftstellerischer Kunst andererseits", schreibt Kulturstaatsminister Bernd Neumann in seinem Grußwort. Das Buch ist im Buchhandel erhältlich. 
 
Weitere Informationen zum deutschen P.E.N.-Zentrum
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