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Beauftragter für Kultur und Medien

Deutsche Kultureinrichtungen in Italien

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert in Italien eine ganze Reihe von Kultureinrichtungen. Neben Künstlerhäusern und einer Forschungseinrichtung gehört auch Deutschlands einziges Museum im Ausland dazu. 
Die "Casa di Goethe" hat sich in den zehn Jahren ihres Bestehens zu einer Attraktion für Kunst- und Kulturinteressierte aus aller Welt entwickelt. Neben einer Dauerausstellung zur Italienreise des großen deutschen Dichters veranstaltet das Museum regelmäßig auch Wechselausstellungen. In der Bibliothek laden Erstausgaben sowie Literatur zu den Werken Johann Wolfgang von Goethes zum Studium ein. Vorträge, Lesungen und Kolloquien ergänzen das Angebot.
 
Die "Casa di Goethe" wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien jährlich mit rund einer halben Million Euro unterstützt.
 
 

Künstlerförderung in der Villa Massimo

 
Ganz der zeitgenössischen deutschen Kunst widmet sich eine andere deutsche Einrichtung in der römischen Hauptstadt. Die Deutsche Akademie Rom Villa Massimo vergibt jedes Jahr zehn Stipendien an außergewöhnlich begabte und qualifizierte Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland. Eingebunden in das römische und italienische Kulturleben erhalten sie damit die Möglichkeit, sich künstlerisch weiter zu entwickeln.
 
Seit ihrer Gründung hat die Villa Massimo viele berühmte Kunst- und Kulturschaffende aus Deutschland beherbergt. Unter ihnen sind die Schriftstellerinnen Gabriele Wohmann und Sarah Kirsch, die bildenden Künstler Anselm Kiefer und Thomas Ruff und der Komponist Bernd Alois Zimmermann.
 
1910 vom Industriellen Edward Arnhold dem Preußischen Staat gestiftet und bis 1913 erbaut, ist die Villa Massimo heute Eigentum der Bundesrepublik Deutschland. Sie wird im Jahr mit rund 2 Millionen Euro vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.
 
Miteinbezogen in die Aktivitäten der Villa Massimo sind die Stipendiaten der Casa Baldi in Olevano Romano.  Künstlerinnen und Künstler können dort einen dreimonatigen Studienaufenthalt verbringen. Charakteristisch für dieses Stipendium ist die Arbeit in der Abgeschiedenheit und der direkte Kontakt zu den Menschen des Ortes
 

 

Die Villa Romana in Florenz

 
Ein Ort der deutschen Kunst in Italien ist auch die Villa Romana in Florenz. Im Sommer 2007 konnte die Villa nach ihrer erfolgreichen Sanierung wiedereröffnet werden. Heute präsentiert sie sich mehr denn je als ein international vernetztes Künstler- und Ausstellungshaus. 
 
Die Villa Romana gewährt jedes Jahr vier ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland ein jeweils zehnmonatiges Stipendium. Finanziert werden die Arbeitsaufenthalte vom Verein Villa Romana e.V. Er wird zur Hälfte vom Bund getragen. Privater Hauptsponsor ist die Kulturstiftung der Deutschen Bank, die das Künstlerhaus bereits seit den zwanziger Jahren unterstützt.
 
 

Das deutsche Studienzentrum in Venedig

 
Stipendien an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Arbeitsaufenthalte bis zu zwölf Monaten vergibt das deutsche Studienzentrum in Venedig. Das in einem Palazzo aus dem 16. Jahrhundert untergebrachte Zentrum versteht sich als interdisziplinäre Einrichtung. Sie fördert wissenschaftliche Arbeiten und Projekte zur Geschichte und Kultur Venedigs und seines Imperiums.
 
 

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