Nach den Deutsch-Polnischen Kulturbegegnungen 2005/2006 hat die Bundesregierung bis zum Herbst 2007 vor allem den deutsch-ungarischen Kulturaustausch gefördert. Das Programm der deutsch-tschechischen Kultuprojekte knüpft daran an.
Ziel der Projekte ist es, die Menschen in Deutschland und den östlichen Nachbarstaaten mit der Kultur des jeweils anderen Landes besser vertraut zu machen.
Schwerpunkt der Kulturstiftung des Bundes
Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt das Kulturprogramm im Rahmen ihres Schwerpunkts "Mittel- und Osteuropa". Durch Initiativen wie das deutsch-polnische "Büro Kopernikus" oder das Programm "bipolar" zur Förderung deutsch-ungarischer Kulturprojekte hat die Stiftung den Kulturbegegnungen mit Polen und Ungarn bereits nachhaltige Impulse verschafft.
Die deutsch-tschechischen Kulturprojekte werden von der Kulturstiftung des Bundes mit 3 Millionen Euro gefördert.
Beteiligt: Kulturschaffende aus beiden Ländern
Das Programm startet mit einem wissenschaftlich-künstlerischen Projekt, in dessen Mittelpunkt der 40. Jahrestag des "Prager Frühlings" steht. Wissenschaftliche Einrichtungen aus beiden Ländern werden die gesellschaftlichen und kulturellen Gründe der 1968er-Bewegung in Ost und West untersuchen und nach der Bedeutung des "Prager Frühlings" für die politische Entwicklung im geteilten Europa bis zum Fall der Mauer fragen. Gleichzeitig wird das Thema Gegenstand mehreren Theaterinszenierungen sein.
Auch der 125. Geburtstag Franz Kafkas wird gewürdigt. Die Bundeskulturstiftung wird deshalb nicht nur die historisch-kritische Ausgabe seiner Werke fördern, sondern sich auch an Veranstaltungen beteiligen, die Text- und Wirkungsgeschichte Franz Kafkas in innovativer Weise vermitteln.