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Beauftragter für Kultur und Medien

Deutsch-französische Kulturprojekte

Frankreich ist Deutschlands engster und wichtigster Partner in Europa. Mit keinem anderen Land gibt es eine so enge Zusammenarbeit in vielen Bereichen. Dies gilt ganz besonders für die Kultur.
Auf deutscher Seite verfolgen Bund und Länder gemeinsam das Ziel, die deutsch-französischen Kulturbeziehungen weiter zu entwickeln und zu intensivieren.
 
Dabei arbeiten das Auswärtige Amt, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Bevollmächtigte für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit als Vertreter der Länder partnerschaftlich zusammen.
 
Unterstützt und beraten werden sie vom Deutsch-Französischen Kulturrat. Er wurde eingerichtet, um eine Verbindung zwischen Regierung und Bürgergesellschaft herzustellen. Außerdem soll er als "Ideenschmiede" fungieren und bilaterale Initiativen im Bereich der Kultur anregen und unterstützen.
 

Erfolgreiche bilaterale Zusammenarbeit

 
In vielen Bereichen von Kunst und Kultur arbeiten Menschen in beiden Ländern bereits seit Jahren erfolgreich zusammen. Sie werden dabei auch vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt.
 
Dies gilt besonders für den Bereich des Films und des Kinos. Beide Länder haben sich zum Beispiel in entsprechenden Abkommen verpflichtet, nicht nur Koproduktionsvorhaben, sondern auch den Absatz deutsch-französischer oder deutscher Filme zu fördern. Filmschaffende beider Länder treffen sich jährlich, um weitere Perspektiven für die deutsch-französischen Zusammenarbeit im Filmbereich zu entwickeln.
 
Auch im Bereich der Museen, Theater, Bibliotheken und Archive haben sich längerfristige Kooperationen entwickelt und bewährt. Ein aktuelles Beispiel für die gute Zusammenarbeit ist die Ausstellung Ausstellung "Fremde? Bilder von den 'Anderen' in Deutschland und Frankreich seit 1871", die vom Deutschen Historischen Museum in Berlin und von der Cité Nationale de l’Histoire de l’Immigration gemeinsam vorbereitet wurde.
 

Ein Ort der Begegnung: Die Stiftung Genshagen

 
Eine wichtige Rolle im deutsch-französischen Dialog spielt die Stiftung Genshagen. Das "Berlin-Brandenburgische Institut für Deutsch-französische Zusammenarbeit in Europa" wird vom Land Brandenburg und dem Beauftragten für Kultur und Medien gemeinsam getragen.
 
Die Stiftung Genshagen versteht sich als Forum für den Dialog zwischen Politik und Zivilgesellschaft. Dass sie bei ihren Aktivitäten das Nachbarland Polen mit einbezieht, entspricht nicht nur ihrer geographischen Lage, sondern vor allem der Idee des "Weimarer Dreiecks".  
 
Kunst- und Kulturvermittlung in Europa ist seit 2009 ein neuer Schwerpunkt der Stiftung. Er ergänzt den in ihrem Profil bereits fest verankerten "Europäischen Dialog". Die Stiftung wird künftig noch stärker als bisher ein Ort der Begegnung sein, und zwar für Kulturschaffende, Interessierte aus den Bereichen Literatur, Kunst und Musik, aber auch für Akteure der Kulturvermittlung. Durch Kunst- und Kulturprojekte sollen vor allem junge Menschen aus den Ländern Frankreich, Polen und Deutschland die Chance zum gegenseitigen Austausch erhalten. Die Stiftung Genshagen veranstaltet deshalb neben politischen Fachkonferenzen auch internationale Jugendtreffen. 
 
 

Kultur als Basis der gemeinsamen Identität als Europäer

 
Deutsche und Franzosen sind sich darin einig, dass die Kultur in ihrer Vielfalt die Basis unserer gemeinsamen Identität als Europäer ist. Um das Gefühl der Zusammengehörigkeit im europäischen Kulturraum zu stärken, verfolgen beide Länder eine Reihe von Vorhaben.  
 
Bereits erfolgreich umgesetzt werden konnte das UNESCO-Übereinkommen zu kulturellen Vielfalt. Deutschland und Frankreich hatten sich gemeinsam für das Übereinkommen eingesetzt. Es soll die Vielfalt der Kulturen und damit das Recht auf eine eigenständige Kulturpolitik schützen.
 

Kulturerbe online: Die Europäische Digitale Bibliothek

 
Seit 20. November 2008 ist der Prototyp der ersten Online-Bibliothek Europas "Europeana" im Internet zugänglich. Deutschland und Frankreich gehören zu den sechs Ländern, die die Initiative im Jahr 2005 im europäischen Rahmen eingebracht haben.
 
Die Europäische Digitale Bibliothek soll das digital verfügbare Angebot bedeutender Kultureinrichtungen in ganz Europa zusammenführen und multimedial vernetzen. Dadurch bietet sie allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, das kulturelle Erbe der EU-Mitgliedsstaaten über das Internet besser kennen zu lernen. Den wesentlichen deutschen Beitrag zur Europeana bildet die Deutsche Digitale Bibliothek, die zurzeit aufgebaut wird.  
 
 

Abgestimmt: Die Neufassung der EU-Fernsehrichtlinie

 
Auch im Bereich der Medien gibt es einen kontinuierlichen Meinungsaustausch zwischen beiden Ländern. Dies gilt für die Revision der EU-Fernsehrichtlinie, deren Anwendungsbereich sich auf audiovisuelle Mediendienste erstreckt ebenso wie für die Zusammenarbeit im Bereich des Jugendmedienschutzes und der Medienkompetenz.  

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