Dies bedeutet seit 2005 eine Steigerung der Kulturausgaben um zehn Prozent. Dazu erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann: "Die Erhöhung der Kulturausgaben zum fünften Mal in Folge dokumentiert den hohen Stellenwert der Kultur auf Bundesebene. Es ist ein wichtiges Signal für die Kultur in unserem Land, dass der Bund trotz Finanz- und Wirtschaftskrise den Kurs der Steigerungen im Kulturbereich gehalten hat und so mit gutem Beispiel für Länder und Kommunen vorangeht."
Der Kulturhaushalt 2010 sieht unter anderem eine Stärkung bestehender Einrichtungen vor. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) wird beispielsweise 5 Millionen Euro jährlich mehr erhalten, von denen der Bund 3,75 Millionen Euro finanziert. Der Etat der Deutschen Nationalbibliothek erhöht sich um 2 Millionen Euro und die Villa Massimo in Rom wird in ihrer Arbeit mit weiteren 750.000 Euro unterstützt.
Für den Schwerpunkt "Kulturelle Bildung" werden die Mittel ebenfalls um über 1 Million Euro erhöht, zum Beispiel zugunsten des Programms "Kulturelle Vermittlung" und für das "Netz für Kinder".
Zusätzliche Mittel sind auch für den Förderbereich Musik vorgesehen: Die Bayreuther Festspiele erhalten rund 600.000 Euro mehr, die Rundfunk Orchester und Chöre GmbH Berlin zusätzliche 2,1 Millionen Euro. Auch der Initiative Musik wird eine Erhöhung um 500.000 Euro aus dem BKM-Haushalt 2010 zugute kommen.
Weitere Mittel für die Kulturförderung
In diesem Jahr können außerdem weitere Projekte mit rund 30 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II realisiert werden. Davon profitieren unter anderem der Martin-Gropius-Bau in Berlin und die Stiftung Bauhaus Dessau.
Darüber hinaus stehen aus dem Sonderinvestitionsprogramm Kultur zusätzliche Mittel in Höhe von insgesamt 400 Millionen Euro zur Verfügung zum Beispiel für die Klassik Stiftung Weimar und die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG).
