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Alphabetisierungskurse

Zielgruppe:

Primäre Analphabet/inn/en (Personen, die im Herkunftsland keine Schule besucht haben, nicht schreiben können und oftmals auch unzureichende Sprachkompetenzen haben), funktionale Analphabet/inn/en (Personen, die zwar die Schule besucht, aber keine ausreichenden schriftsprachlichen Kompetenzen in der Muttersprache haben), Zweitschriftlerner/innen (Personen, die in einem nicht-lateinischen Schriftsystem alphabetisiert worden sind).

Schwerpunkte:

Die Teilnehmenden sollen in die Lage versetzt werden, durch ihre Lese- und Schreibkompetenzen die schriftsprachlichen Mindestanforderungen ihres (Berufs-)Alltags zu bewältigen („funktionale Alphabetisierung“), gleichzeitig sollen ihnen Deutschkenntnisse vermittelt werden. Unterrichtssprache ist Deutsch.

Umfang:

900 Stunden Sprachkurs, 45 Stunden Orientierungskurs. Pro Woche sollen 12 bis 16 Unterrichtseinheiten stattfinden. Die Teilnehmerzahl pro Kurs soll im Optimalfall bei 8, maximal bei 12 Personen liegen. Teilnehmende, die nach 900 Stunden den Sprachtest nicht bestehen, können bis zu 300 Stunden Sprachkurs wiederholen. Die erneute Teilnahme am Abschlusstest ist kostenfrei.

Weitere Besonderheiten:

Grundsätzlich wird als Kursziel das Sprachniveau B1 angestrebt. Für die Mehrzahl der Teilnehmenden wird jedoch das Niveau A 2.2 als realistisch angesehen, für einen kleineren Teil (vorwiegend der primären Analphabet/inn/en) das Niveau A 2.1. Der Orientierungskurs ist grundsätzlich auf das Sprachniveau A 2.2 ausgerichtet. Da davon auszugehen ist, dass nicht alle Teilnehmenden dieses Niveau nach 900 Stunden Sprachkurs erreicht haben, soll der Orientierungskurs bezüglich der Ziele, Inhalte, des Wortschatzes und der Präsentationsart so vereinfacht werden, dass auch Teilnehmende mit einem Sprachniveau A 2.1 dem Unterricht folgen können.

Eine Kinderbetreuung muss gewährleistet werden, wenn Bedarf für mindestens drei Kinder unter 14 Jahren besteht.

Die Kurse sollen nach Möglichkeit in fußläufiger Entfernung für die Teilnehmenden stattfinden und in der Nähe der Bildungseinrichtungen ihrer Kinder liegen.