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Finanzen

Viele Verbraucher möchten ihr Geld sicher anlegen. Gerade in Krisenzeiten ist dieses Ziel gegenüber der Rendite vorrangig. Wie man diesen Wunsch in die Tat umsetzt, ist vielen Verbrauchern aber häufig unklar. Wichtig sind deshalb transparente, vergleichbare Informationen und eine gute Beratung.

Mitarbeiter einer Bank im Gespräch. Eine gute Vorbereitung auf das Beratungsgespräch hilft Foto: Burkhard Peter

Verbraucherfinanzen stehen im Focus

Mit ihrer Initiative "Qualitätsoffensive für Verbraucherfinanzen" hat die Bundesregierung zahlreiche Verbesserungen für Verbraucher erreicht. Bankberater und andere Finanzdienstleister müssen ihre Kunden informieren und aufklären. Damit Verbraucher die Finanzprodukte erhalten, die ihren Bedürfnissen am besten entsprechen.

Die Finanzinstitute sind deshalb verpflichtet, ähnlich einem "Beipackzettel" in einem Informationsblatt knapp und verständlich über die wesentlichen Eigenschaften des Anlageprodukts zu informieren. In einem Beratungsprotokoll sind darüber hinaus vor allem die Beratung als solche, die Anliegen des Kunden und seine persönliche Situation festzuhalten.

Seit November 2012 müssen Anlageberater und die Vertriebsbeauftragten der Banken bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht registriert sein. Das bietet Schutz vor den "Schwarzen Schafen" der Branche. Anleger sind zudem stärker durch Regelungen gegen Falschberatung am Grauen Kapitalmarkt geschützt. Für gewerbliche Finanzanlagenvermittler, Investmentfonds und Vermögensanlagen gelten seit diesem Jahr die gleichen strengen Anforderungen wie für Bankberater.

Besser unabhängige Informationen einholen

Für Verbraucher empfiehlt es sich immer, zusätzlich unabhängige Informationen einzuholen.

Sie sollen deshalb künftig genau wissen, welchen Anlageberater sie vor sich haben: einen Vermittler, der vom Verkauf von Finanzprodukten profitiert oder einen unabhängigen Berater, dessen Dienst der Kunde selbst vergütet. Die Bundesregierung führt deshalb den geschützten Beruf des "Honorar-Anlageberaters" ein und hat dazu einen Gesetzentwurf verabschiedet. Der Beruf "Honorar-Anlageberater" ist damit künftig geschützt und an bestimmte Anforderungen geknüpft.

Genau überlegen, was man will

In jedem Fall sollte man für das Gespräch mit dem Finanzberater gut vorbereitet sein. Es empfiehlt sich, vorher genau zu überdenken 

  • welche Ziele man mit der Geldanlage verfolgt
  • welchen Gewinn man erwartet
  • wie viel man anlegen kann
  • wie lange die Anlage erfolgen soll
  • wie die persönliche Finanzlage und Lebenssituation aussieht – steht man am Anfang des Berufslebens, ist eine Familie zu versorgen? - und
  • welches Risiko man tragen kann.

Hilfe bieten außerdem auch hier die Verbraucherzentralen.