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Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie wurde 2002 beschlossen und bestimmt seitdem den Kurs für eine nachhaltige Entwicklung in unserem Land. Sie hat den Titel "Perspektiven für Deutschland" und enthält konkrete Aufgaben und Ziele.

Erde vom Weltall gesehen Kontinent AfrikaBild vergrößern Die Erde Foto: ESA

Nachhaltigkeit bedeutet: Nur so viel Holz schlagen, wie auch nachwachsen kann. Vom Ertrag – und nicht von der Substanz leben. Mit Blick auf die Gesellschaft bedeutet dies: Jede Generation muss ihre Aufgaben lösen und darf sie nicht den nachkommenden Generationen aufbürden.

Über Nachhaltigkeit entscheidet wer investiert, produziert und konsumiert. Dabei geht es jedoch nicht um eine Ethik des Verzichts. Vielmehr sind Phantasie, Kreativität und technisches Know-how gefragt, um umweltverträgliche und ressourcensparende Produktions- und Konsummuster voranzutreiben. Hierfür müssen alle, Beschäftigte und Unternehmen, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die offensive Gestaltung des Strukturwandels zu ihrer eigenen Sache machen.

Nachhaltigkeit – ein Auftrag an die Staatengemeinschaft

1992 haben sich die Vereinten Nationen zum Leitbild der nachhaltigen Entwicklung bekannt. In Rio de Janeiro verabschiedeten sie ein globales Aktionsprogramm. Mit der "Agenda 21" erklärte sich jeder der über 170 Unterzeichnerstaaten bereit, das Leitbild national in allen Politikbereichen unter Beteiligung von Gesellschaft und Wirtschaft umzusetzen. Auch Deutschland hat unterzeichnet.

2002 legte deshalb die Bundesregierung die Strategie "Perspektiven für Deutschland" vor.

Die Strategie wird fortlaufend weiterentwickelt. Hierzu veröffentlicht die Bundesregierung regelmäßig Fortschrittsberichte. Indikatorenberichte informieren im Einzelnen darüber, wie sich die Kernbereiche nachhaltiger Politik weiterentwickelt haben.

Berichte

Nachhaltigkeit – ein Programm für unsere Zukunft

Nachhaltige Entwicklung heißt, mit Visionen, Phantasie und Kreativität die Zukunft zu gestalten, Neues zu wagen und unbekannte Wege zu erkunden. Es geht um einen schöpferischen Dialog darüber, wie wir in Zukunft leben wollen. Wie wir auf die Herausforderungen der globalisierten Welt in Wirtschaft und Gesellschaft antworten wollen.

Entsprechend ist die Strategie inhaltlich umfassend und nicht abschließend angelegt. Sie ist Grundlage für politische Reformen wie auch für ein verändertes Verhalten von Unternehmen und Verbrauchern.

Weit über die ökologische Herausforderung hinaus dient das Konzept als Handlungsanleitung für eine umfassende zukunftsfähige Politik. Es geht um übergreifende Verantwortung für eine ökonomisch, ökologisch und sozial tragfähige Entwicklung für alle Generationen.

Die in der Strategie formulierten Leitlinien decken das Spektrum "Generationengerechtigkeit – Lebensqualität – sozialer Zusammenhalt und internationale Verantwortung" ab.