Freitag, 26. Oktober 2012
Strom sparen - ganz einfach
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Flyer Strom sparen - ganz einfach
Foto: Bundesregierung
Inhalt des Faltblatts als HTML-Version (barrierefrei).
Energiesparen ist einfach, schont Haushaltskassen und Umwelt. Verbraucher können sich zu Hause beraten lassen.
Energiesparlampen
Halogen-, Kompaktleuchtstoff- und LED-Lampen sind zwar teurer in der Anschaffung, aber im Endeffekt billiger als herkömmliche Glühlampen. Denn sie halten länger und verbrauchen weniger Strom.
Die Lebensdauer hochwertiger Energiesparlampen liegt bei 8.000 bis 12.000 Stunden, gegenüber meist nur 1.000 Stunden bei herkömmlichen Glühlampen.
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Foto: picture-alliance/ZB
Kühl- und Gefrierschrank
Beim Kauf eines neuen Kühlschranks überlegen: Muss der Kühlschrank wirklich so groß sein? Für ein bis zwei Personen reichen meist 70 bis 90 Liter Nutzinhalt; bei einem Mehr-Personen-Haushalt circa 40 bis 50 Liter pro Person.
Wer ein Gefriergerät besitzt, sollte prüfen, ob er ein zusätzliches Gefrierfach im neuen Kühlschrank benötigt.
So reduzieren Sie den Stromverbrauch:
- Standort: Sonnenstrahlen oder Wärmequellen meiden.
- Regelmäßig Lüftungsgitter auf der Rückseite des Geräts entstauben; keine Gegenstände darauf stellen.
- Richtige Innentemperatur: Im Kühlschrank 7 °C, im Gefrierschrank minus 18 °C.
- In den Kühlschrank nur kalte Speisen/Getränke stellen.
- Regelmäßig abtauen.
- Kühl- oder Eisschrank nur kurz öffnen.
Kochherd und Waschmaschine
- Beim Kochen heißt es "Deckel drauf".
- Kein Vorheizen des Backofens – der Braten wird auch so kross und gar. Backofen zum Ende der Garzeit ausschalten – die Nachwärme hält bis zu 15 Minuten.
- Schnellkochtopf bei langen Garzeiten nehmen.
- Elektrischen Wasserkocher statt Elektroherd nutzen.
Die Trommel der Waschmaschine entsprechend dem Programm vollfüllen. In der Regel reicht das Hauptwäscheprogramm.
Computer
Auch hier überlegen: Wofür brauche ich das Gerät? Viele nutzen den Rechner nur, um Texte zu schreiben, Kalkulationen zu erstellen, Bilder zu bearbeiten und um im Internet zu surfen. Weniger leistungsstarke und damit preisgünstigere Geräte reichen da völlig – und sparen Strom.
Eine Alternative zum PC sind Laptops. Mit vergleichbarer Ausstattung und Leistung verbrauchen sie durchschnittlich rund 70 Prozent weniger Strom.
Unter dem Menüpunkt "Energieoptionen" in der Systemsteuerung (Windows) ist einstellbar, wann das Gerät automatisch in einen Stromspar-Modus übergehen soll. Ersparnis: bis zu 60 Euro pro Jahr.
PC nach dem Benutzen ganz ausschalten. Steckdosenleisten mit Schalter helfen: Schaltet man die Steckdosenleiste aus, sind nicht nur PCs, sondern auch daran angeschlossene Peripheriegeräte (Drucker und Scanner) vom Netz getrennt.
Fernseher und Stereoanlage
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Foto: Jochen Eckel
Bedenken Sie: Große Apparate mit hoher Bildqualität brauchen auch viel Energie. Je nach Geräteart und ‑typ lassen sich bis zu 75 Prozent Stromkosten sparen.
Der passive Stand-by-Modus verbraucht unnötig Strom. Dabei zeigt ein rotes Lämpchen am Gerät, dass der Fernseher durch die Fernbedienung einschaltbar ist.
Daneben gibt es bei modernen Geräten das aktive Stand-by. Obwohl ausgeschaltet, verbraucht der Fernseher Strom, um bestimmte Funktionen zu aktualisieren. Er sollte daher mit einem Netzschalter vollständig ausschaltbar sein.
EU-Energielabel
Beim Kauf heißt es: "Augen auf beim Strombedarf". Ein Kühlschrank mit durchschnittlichem Verbrauch benötigt im Monat rund 61 Euro Stromkosten. Ein sparsames Fabrikat dagegen nur etwa die Hälfte – bei durchschnittlicher Lebensdauer eines Kühlschranks von 15 Jahren bedeutet das viel Geld.
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Foto: Bundesregierung/Stutterheim
Orientierung gibt das "EU-Energielabel": "A+++" kennzeichnet besonders stromsparende Geräte, das "D" besonders ineffiziente.
Bei Elektrobacköfen, Raumklimageräten, Waschmaschinen, Wäschetrocknern sowie Lampen und Fernsehern sind besonders energieeffiziente Geräte derzeit mit der Energieeffizienzklasse "A" ausgezeichnet.
Informationen zur Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit gibt es im Internet bei den Herstellern, in Testberichten etwa der Stiftung Warentest, Öko-Test oder der Website des Umweltzeichens "Blauer Engel".
Anbieterwechsel und Ökostrom
Mitunter lohnt sich ein Anbieterwechsel: Zuvor jedoch unbedingt Angebote in Bezug auf Preise und Lieferbedingungen vergleichen. Ökostrom ist nicht unbedingt teurer als herkömmlich erzeugter Strom. Die Angebote unterscheiden sich nicht nur preislich, sondern auch im Umwelt-Engagement. Internet-Verbraucherportale wie verivox.de oder check24.de bieten einen kostenlosen Vergleich der verschiedenen Anbieter.
Online Kontrolle des Stromverbrauchs
Jeder kann sich im Internet kostenlos ein Energiesparkonto einrichten und einen Verbrauchscheck durchführen. So kommt man "Stromfressern" mit wenigen Klicks schnell auf die Spur: www.stromsparcheck.de und www.energiesparclub.de.
Energieberatung
Die Bundesregierung fördert die Energieberatung der Verbraucherzentralen für private Haushalte. Für einkommensschwache Haushalte ist der Energie-Check kostenlos.
Die Beratungsstellen und kommunalen Stützpunkte haben die zentralen Servicenummern 09001 3637443 beziehungsweise die Vanity-Nummer 09001 ENERGIE (14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz).
Drei Varianten der Energie-Checks
· Basis-Check für 10 Euro: Hier geht es um den Stromverbrauch im Haushalt sowie effizientes Heizen und Lüften.
· Gebäude-Check für 20 Euro: Der Experte bewertet zusätzlich die Energieeffizienz der Heizungsanlage, den baulichen Wärmeschutz und inwiefern das Gebäude sich für erneuerbare Energien eignet.
· Brennwert-Check für 30 Euro: Wer Gas- oder Heizöl-Brennwertgeräte nutzt, sollte in der Heizperiode untersuchen lassen, wie sie optimal einzustellen sind.
Weitere Tipps zum Stromsparen unter:
www.blauer-engel.de
www.ecotopten.de
www.stromeffizienz.de
www.klima-sucht-schutz.de
www.dena.de
www.oeko.de
Impressum
Herausgeber
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Referat für Verbraucherschutz, Landwirtschaft
und Nachhaltige Entwicklung
Dorotheenstraße 84
10117 Berlin
Stand
Oktober 2012
Druck
DDC BPA, Berlin
Bildnachweis
Titel-Bild: ddp images
Seite 1: picture-alliance / ZB / Schindler
Seite 3: Jochen Eckel
Seite 4: Bundesregierung/Stutterheim
