Donnerstag, 25. Oktober 2012
Richtig heizen - und Geld sparen
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Flyer Titelbild Richtig heizen - und Geld sparen
Foto: Bundesregierung
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Heizkosten machen 80 Prozent der Energiekosten im Haushalt aus. Dabei kann jeder mit einfachen Schritten seinen Verbrauch wirksam reduzieren und Geld sparen.
Aus Erfahrung fühlen sich viele Menschen in Wohnräumen bei 20 bis 22 Grad wohl, in der Küche bei 18 bis 20 Grad, im Bad bei 23 Grad und im Schlafzimmer bei 16 bis 18 Grad. Wärmer sollte es in der Heizperiode auch nicht sein.
Die Faustregel:
1 Grad weniger Raumtemperatur, senkt die Heizkosten um rund 6 Prozent.
Beispiel: Wer die Raumtemperatur von 24 auf 20 Grad senkt, spart zwischen 20 und 25 Prozent der Heizkosten.
Querlüften: wirksamer und billiger
Gekippte Fenster sorgen kaum für frische Luft, kühlen aber die Wände aus. Besser ist es, für Durchzug zu sorgen. Das macht man durch Querlüften, das heißt: Öffnen von gegenüberliegenden Fenstern.
Lüften sollte man mindestens einmal am Tag, um ausreichend Frischluft zuzuführen. Außerdem kann nur so schimmelbildende Feuchtigkeit aus den Räumen entweichen.
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt genügen 3 bis 5 Minuten Stoß- und Querlüften, bei wärmerem Wetter 10 bis 15 Minuten. Vor und während des Lüftens Heizkörper herunterdrehen.
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Foto: picture alliance/CHROMORANGE
Heizung nicht komplett abdrehen
Es ist nicht sinnvoll, die Heizung komplett auf- und abzudrehen. Das komplette Abdrehen kühlt vor allem in unsanierten Häusern die Räume unnötig aus. Das wiederum birgt die Gefahr der Schimmelbildung an den Wänden.
Wer statt dessen durchgehend gleichmäßig heizt, heizt wirtschaftlicher - der Energiebedarf ist erheblich geringer.
Fenster abdichten, Wände isolieren
Kunststoffdichtungen in Fenstern und Türen werden im Laufe der Zeit porös und damit undicht. Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen können Abhilfe leisten. Zusätzlich ist es sinnvoll, Rollläden nach Einbruch der Dunkelheit herunterzulassen.
Eine Isolationsschicht hinter dem Heizkörper verhindert, dass die Wärme über die Außenwand entweicht. Schließlich sollen nicht die Wände geheizt werden. Dämmfolie gibt es im Baumarkt zu kaufen.
Möbel oder Gardinen vor Heizkörpern verhindern, dass die Wärme ungehindert in den Raum geht. Die Heizung muss dann mehr arbeiten als nötig. Ein paar Griffe - und ein paar Euros sind dauerhaft gespart.
Heizung regelmäßig prüfen
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Foto: imago/imagebroker
Gibt der Heizkörper Geräusche von sich, dann enthält er Luft. Luft verringert aber die Wärmeleistung und sollte deshalb entfernt werden. Dazu gibt es im Baumarkt einen Entlüfterschlüssel, mit dem das Ventil zu öffnen ist. Tropft das Ventil, ist das ein Zeichen dafür, dass die Luft entwichen ist. Das Ventil dann wieder schließen.
Unnötige Kosten entstehen ebenso durch schlecht eingestellte Heizungsanlagen: Anzeichen dafür sind beispielsweise geringe Ablagerungen von Ruß. Auch wenn nur diejenigen Räume warm werden, die nah am Heizkessel liegen, ist etwas faul im System.
Hier hilft ein so genannter hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage. Der Installateur kann damit erkennen, wo und wie er die Anlage korrigieren muss. Im Idealfall ist stets die richtige Wassermenge mit der richtigen Temperatur am richtigen Ort im System.
Die Bundesregierung fördert unter anderem den hydraulischen Abgleich mit dem Programm "Energieeffizient Sanieren". Näheres hierzu unter www.bmvbs.de.
Experten schätzen, dass rund 15 Prozent an Heizenergie zu sparen sind, wenn
· vor jedem Heizkörper ein regulierbares Ventil angebracht,
· eine richtig dimensionierte elektronische Heizungspumpe installiert und
· die Vorlauftemperatur der jahreszeitlich unterschiedlichen Außentemperatur
angepasst wird.
Eigenen Verbrauch kontrollieren
Informationen über den eigenen Verbrauch geben die Ablesegeräte an der Heizungsanlage. Damit kann jeder die Angaben in der Heizkostenabrechnung überprüfen.
Wer ein Heizgutachten erstellen lässt, erfährt zudem, woran es liegt, wenn der Verbrauch überdurchschnittlich hoch ist. Mehr hierzu unter www.heizspiegel.de.
Kosten für Warmwasser
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Foto: imago/Steinach
Zwölf Prozent des Energieverbrauchs verwendeten Verbraucher allein für das Erwärmen von Wasser. Das macht sich bei zentraler Warmwasserbereitung deutlich in der Heizkostenabrechnung bemerkbar.
Verglichen mit einem herkömmlichen Duschkopf kann ein Sparduschkopf die beim Duschen benötigte Warmwassermenge halbieren. Das verringert die Heizkosten, die Wasser- und die Abwassermenge. Gleich dreifach gespart.
Energieverbrauch sinkt bereits
In den letzten beiden Jahrzehnten haben viele Hauseigentümer ihre Gebäude bereits energieeffizient saniert. Dadurch sank der durchschnittliche Energieverbrauch pro Wohneinheit (gemessen in Kilowattstunde je Quadratmeter Wohnfläche im Jahr) um 14 Prozent.
Die Beiträge zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung können sich sehen lassen: Pro Jahr vermeiden die privaten Haushalte bereits bis zu 600.000 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2) und zwei Milliarden Kilowattstunden Energie.
Weitere Tipps unter:
www.meine-heizung.de
www.heizspiegel.de
www.energiesparclub.de
www.klima-sucht-schutz.de
www.energie-effizienz-experten.de
Impressum
Herausgeber
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Referat für Verbraucherschutz, Landwirtschaft
und Nachhaltige Entwicklung
Dorotheenstraße 84
10117 Berlin
Stand
Oktober 2012
Druck
DDC BPA, Berlin
Bildnachweis
Titelseite: Photothek / Johannssen
Seite 1: picture alliance / CHROMORANGE
Seite 3: imago / Imagebroker
Seite 4: imago / Steinach
