Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Donnerstag, 2. Februar 2012
- Pressemitteilung:
- 34
- Ausgabejahr:
- 2012
Kulturstaatsminister Bernd Neumann: Museum für Sepulkralkultur ist Spiegel gesellschaftlichen Wandels
Kulturstaatsminister Bernd Neumann erklärte bei der Jubiläumsfeier anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Museums für Sepulkralkultur in Kassel:
„Das Museum für Sepulkralkultur ist Ausdruck und Spiegel gesellschaftlichen Wandels. Mit seiner profunden wissenschaftlichen Kompetenz gelingt es dem Sepulkralmuseum immer wieder eindrucksvoll, die Trauer- und Sterbekultur vielgestaltig darzustellen und damit ein breites Besucherinteresse zu wecken.
Gesellschaftspolitisch haben wir eine besonders hohe Verantwortung, die mit dem komplexen Thema ´Sterben in Würde´ verbunden ist. Hierzu gehören auch die gesetzlichen Regelungen der Patientenverfügung und der Organspende, die dazu beigetragen haben, neu über die Grenze zwischen Leben und Tod nachzudenken.“
„Ich begrüße sehr, dass sich das Sepulkralmuseum mit vielen Aktionen und Workshops in den vergangenen Jahren verstärkt der museumspädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zugewandt hat“, betonte Kulturstaatsminister Bernd Neumann weiter. „Für viele Schulklassen ist ein Besuch des Museums fester Bestandteil des Unterrichts. Kinder gehen oft unbefangener, selbstverständlicher und neugieriger mit den Themen Tod, Trauer und Bestattung um. Zu zeigen, dass auch diese Bereiche fester Bestandteil unserer Kultur sind, ist kulturelle Bildung im besten Sinn.“
Das Sepulkralmuseum widmet sich den Themen Sterben, Tod, Bestattung und Trauer. Die Dauerausstellung zeigt Zeugnisse aus dem deutschsprachigen Raum vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Das Museum veranstaltet regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen: Die aktuelle Schau mit dem Titel „Galgen, Rad und Scheiterhaufen“ führt in die Welt des mittelalterlichen Rechtswesens. Träger des Museums ist die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. (AFD), die aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers mit rund 430.000 Euro p.a. gefördert wird.
Weitere Informationen unter: www.sepulkralmuseum.de
