Kulturstaatsminister
Sonntag, 3. Oktober 2010
- Pressemitteilung:
- 363
- Ausgabejahr:
- 2010
Kulturstaatsminister Bernd Neumann präsentiert die Ergebnisse des Wettbewerbs für das Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin
Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat gemeinsam mit Staatssekretär Rainer Bomba (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) im Berliner Martin-Gropius-Bau die Ergebnisse des Wettbewerbs für das Freiheits- und Einheitsdenkmal präsentiert.
Hierzu erklärte Staatsminister Bernd Neumann: „Ich freue mich sehr, dass wir am heutigen 20. Jahrestag der deutschen Einheit das Ergebnis des internationalen Wettbewerbs bekannt geben können und zugleich die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten eröffnen. Das Preisgericht hat nach zweitägiger Sitzung einstimmig entschieden, neben zwei Anerkennungen drei gleichrangige Preise zu vergeben. Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober – also BKM in Zusammenarbeit mit dem BMVBS -, diese drei preisgekrönten Beiträge einer Überarbeitung zuzuführen, bei der insbesondere die Hinweise des Preisgerichts berücksichtigt werden sollen. Im Anschluss daran wird eine Entscheidung für die Realisierung einer dieser drei Arbeiten getroffen.“
„Die drei prämierten Arbeiten lösen jeweils mit ganz unterschiedlichen Ansätzen die schwierige Gestaltungsaufgabe des Denkmals, das als nationales Symbol der Freiheit und Einheit Deutschlands in der Mitte Berlins errichtet werden soll. Gemeinsam überzeugen sie durch ihre künstlerische und architektonische Aussagekraft. Damit ist als Ergebnis des Wettbewerbs eine hervorragende Grundlage für die weitere Planung und Realisierung des Projekts gegeben. Die Zeit ist reif für ein Denkmal zur Erinnerung an die positiven und freudigen Ereignisse der deutschen Geschichte“, hob Kulturstaatsminister Bernd Neumann weiter hervor.
Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, sagte: „Auch nach 20 Jahren deutscher Einheit ist es nicht so leicht, diesen Prozess künstlerisch zu realisieren. Keiner der Wettbewerbsteilnehmer hat es sich einfach gemacht. Ich bin immer noch beeindruckt von der Vielfalt, dem Ideenreichtum und der Kreativität der Entwürfe. Bei Wettbewerben zählt nicht allein das Ergebnis, sondern auch der Prozess. Die vielen Ideen, die dieser Wettbewerb hervorgebracht hat, ermöglichen erst die öffentliche Auseinandersetzung mit Kunst und Baukultur.“
Das internationale Teilnehmerfeld des Gestaltungswettbewerbs umfasste namhafte Künstler und Architekten. Die drei Preise wurden an Prof. Stephan Balkenhol, Prof. Andreas Meck sowie Milla und Partner in Zusammenarbeit mit Sasha Waltz vergeben. Zwei Anerkennungen erhielten Xavier Veilhan in Zusammenarbeit mit BP architectures, Paris und realities:united (Jan und Tim Edler in Arbeitsgemeinschaft mit Bjarke Ingels Group, Kopenhagen).
Das Denkmalprojekt geht auf einen Beschluss des Deutschen Bundestags vom 9. November 2007 zurück. Dieser sieht vor, dass die Bundesrepublik Deutschland zum Gedenken an die friedliche Revolution im Herbst 1989 und an die Wiedergewinnung der staatlichen Einheit Deutschlands ein Denkmal der Freiheit und Einheit errichtet. Als Standort wurde der Sockel des ehemaligen Nationaldenkmals für Kaiser Wilhelm auf der Schlossfreiheit festgelegt. Für das Denkmal stehen zehn Millionen Euro zur Verfügung.
Das Wettbewerbsverfahren bestand aus einem offenen Bewerberverfahren, an das sich ein beschränkter Wettbewerb anschloss. Für das vorgeschaltete Bewerberverfahren konnten sich die Teilnehmer mit Referenzwerken bewerben. Aus 386 Bewerbungen wählte ein unabhängiges Expertengremium besonders qualifizierte Teilnehmer für den nachfolgenden Wettbewerb aus. 28 Künstler haben Entwürfe für das Freiheits- und Einheitsdenkmal eingereicht.
Auslober des Wettbewerbs war der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Die Koordination und Durchführung des Verfahrens übernahm das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.
In der Jury vertreten waren neben den Fachpreisrichtern auch Abgeordnete des Deutschen Bundestages, die Bundesregierung und das Land Berlin sowie die Initiative Freiheits- und Einheitsdenkmal.
Alle Wettbewerbsbeiträge werden vom 4. bis 31. Oktober im Martin-Gropius-Bau bei freiem Eintritt ausgestellt. Die Entwürfe sind bereits ab dem 3. Oktober 2010, 16.00 Uhr, ebenfalls in einer virtuellen Ausstellung unter www.bbr.bund.de zu sehen.
