Mit diesen Worten kommentiert Staatsministerin Maria Böhmer ein zentrales Ergebnis der Integrationsministerkonferenz der Länder in Düsseldorf. In ihrem Beschluss unterstützen die Minister die Initiative der Bundesregierung für eine verbesserte Anerkennung von ausländischen Abschlüssen. Ausdrücklich beziehen sich die Integrationsminster auf die Eckpunkte für eine gesetzliche Regelung, die das Bundeskabinett im vergangenen Dezember verabschiedet hat.
"Mit großem Nachdruck habe ich mich für die Verabschiedung der Eckpunkte im Bundeskabinett eingesetzt. Es wird höchste Zeit, dass die mehreren hunderttausend gut ausgebildeten Migranten in Deutschland nicht mehr unterhalb ihrer Qualifikation arbeiten müssen. Einige von ihnen müssen zudem trotz ihrer Ausbildung mit Hartz IV auskommen. Das macht eine gesetzliche Regelung für Anerkennungsverfahren umso dringender. Die Anerkennung der Abschlüsse ist für alle ein Gewinn: Die Betroffenen selbst können endlich ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Und unser Land kann den Fachkräftemangel in vielen Bereichen unserer Wirtschaft ausgleichen. Wir brauchen die qualifizierten Zuwanderer dringend in ihren erlernten Berufen", betonte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.
"Jetzt kommt es darauf an, dass Bund und Länder an einem Strang ziehen und das Anerkennungsgesetz schnellstmöglichst in diesem Jahr auf den Weg bringen. Die Betroffenen haben lange genug gewartet. Deshalb sollte es bei der Ausgestaltung des Gesetzes auch unser gemeinsames Ziel sein, die Anerkennungsverfahren unbürokratisch und transparent zu gestalten. Zudem sollten die Verfahren nicht länger als sechs Monate dauern. Das ist eine Frage der Wertschätzung der Zuwanderer", so Staatsministerin Böhmer. "Mit der besseren Anerkennung ausländischer Abschlüsse leisten wir auch einen Beitrag zu einer Kultur der Anerkennung. Denn wer sein Können nicht zeigen kann, fühlt sich zurückgesetzt."
