Mittwoch, 2. Februar 2011
Mobil mit dem Europäischen Bildungspass
25 Auszubildende des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, der Deutschen Rentenversicherung Bund und des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen erhielten kürzlich den europass Mobilität aus der Hand des parlamentarischen Staatssekretärs Ernst Burgbacher vom Bundeswirtschaftministerium.
Die Jugendlichen hatten im Rahmen des EU-Programm „Leonardo da Vinci“ an einem vierwöchigen Auslandsaufenthalt teilgenommen. In Bournemouth (Südengland) und Derry (Nordirland) besuchten sie Sprachschulen und arbeiteten an verschiedenen berufsbezogenen Projekten.
Transparenz bei Qualifikationen
Damit will die Bundesregierung für dieses Dokument werben, das die internationale Mobilität fördert. Der Europäische Bildungspass wird kurz auch europass genannt und basiert auf dem Beschluss des Europäischen Rates vom Dezember 2004. Es handelt sich dabei um ein einheitliches gemeinschaftliches Rahmenkonzept, um die Transparenz bei Qualifikationen und Kompetenzen zu fördern.
Fünf Dokumente sollen den Bürgerinnen und Bürgern Europas helfen, ihre Qualifikationen und Kompetenzen einheitlich und verständlich darzustellen. So hilft der europass sich auf dem nationalen und europäischen Arbeitsmarkt besser präsentieren zu können.
Die fünf Bausteine des europasses sind:
- europass Lebenslauf: Systematische Darstellung erworbener Qualifikationen und Kompetenzen
- europass Sprachenpass: Dokumentation von Sprachkenntnissen nach dem europäischen Referenzrahmen
- europass Mobilität: Dokumentation von Inhalten, Zielen und Dauer eines Auslandsaufenthaltes
- europass Zeugniserläuterung: Erläuterung länderspezifischer Standards des jeweiligen Ausbildungsberufs
- europass Diplom-Zusatz: Erläuterung zum Hochschulabschlusszeugnis zur besseren internationalen Vergleichbarkeit
Die Dokumente können kostenlos auf der Homepage des Nationalen Europass Centers (NEC) heruntergeladen werden. Studierende, Auszubildende, Arbeitsuchende, Angestellte oder Freiberufler können damit gleichermaßen ihr Qualitätsprofil grenzüberschreitend abbilden. Der europass gibt Raum für sämtliche Qualifikationen, die im Laufe des Lebens erworben werden – egal auf welchem Wege. Er orientiert sich zunehmend an Lernergebnissen und weniger an Bildungswegen und Lernzeiten.
Burgbacher hob die Bedeutung von Fremdsprachenkenntnissen und interkulturellen Erfahrungen für die Zukunft Deutschlands hervor: "Für die erfolgreiche Positionierung Deutschlands im internationalen Wettbewerb benötigen wir motivierte und entsprechend qualifizierte Fachkräfte."

