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Mittwoch, 1. Juli 2009

Neue und neu geordnete Ausbildungsordnungen 2009 

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Das Bundesinstitut für Berufsbildung bilanzierte die Modernisierung der Ausbildungsberufe seit 1996. Mehrere Jahre lang wurden jährlich mehr als 20 Ausbildungsordnungen neu geschaffen oder modernisiert. In diesem Jahr ist die Zahl erstmalig einstellig: nur drei neue Berufe und vier modernisierte Ausbildungsordnungen sind zu vermelden.

Man kann dies so interpretieren, dass inzwischen der seit 1996 bestehende Stau bei der Modernisierung der Berufe überwunden ist. Damals waren zahlreiche Ausbildungsregelungen völlig veraltet. Sie entsprachen nicht mehr den modernen Anforderungen der Arbeitswelt. Seit 1996 wurden insgesamt 219 Ausbildungen modernisiert und 82 Berufe neu geschaffen. Rund 340 anerkannte Ausbildungsberufe gibt es.

Neue Berufe

Neue Berufe in diesem Jahr sind 

  • Bergbautechnologe/Bergbautechnologin
  • Industrieelektriker/Industrieelektrikerin und
  • Werkfeuerwehrmann/Werkfeuerwehrfrau

Arbeiten im Bergbau sind heute durch einen hohen Mechanisierungsgrad und teilautomatisierte Arbeitsabläufe gekennzeichnet. Die neue dreijährige Ausbildung zum Bergbautechnologen oder zur Bergbautechnologin vereinigt daher bergmännische Qualifikationen mit dem Umgang bergbautechnischer Maschinen. Frauen können durch die Neuordnung erstmals im Bergbau tätig werden.

Die Ausbildungszeit der Industrieelektriker und Industrieelektrikerinnen beträgt nur zwei Jahre. Grundsätzlich ist eine Verlängerung der Ausbildung möglich und damit ein Abschluss in einem der 3,5-jährigen Ausbildungsberufe.

Es gibt zwei Fachrichtungen: Geräte und Systeme sowie Betriebstechnik. Es geht vor allem um das Installieren, Inbetriebnehmen und Prüfen von elektrischen Systemen und Anlagen.

Einen Ausbildungsberuf für Werkfeuerwehrleute gab es bisher nicht. Unternehmen rekrutierten vor allem im öffentlichen Dienst tätige Feuerwehrleute. Diese absolvierten zumeist nach einer handwerklichen Ausbildung eine der landesspezifischen Schulungen. Der neue Beruf ermöglicht es Firmen jetzt selbst auszubilden.

Die Interessentinnen und Interessenten können direkt nach der Schule eingestellt werden. In der dreijährigen Ausbildung erhalten sie eine feuerwehrtechnische und handwerkliche Qualifizierung. Gleichzeitig werden sie in der Regel zum Rettungssanitäter und Rettungsschwimmer ausgebildet, erwerben einen Führerschein und ein Sportabzeichen.

Neugeordnete Berufe

Neu geordnet wurden die Berufe

  • Fotograf/Fotografin
  • Keramiker/Keramikerin
  • Musikfachhändler/Musikfachhändlerin
  • Technischer Modellbauer/Technische Modellbauerin

Die Berufe werden vor allem an die modernen technischen Anforderungen angepasst. Darüber hinaus sind wichtige Spezialisierungen in die Ausbildungsordnungen aufgenommen worden. Besonders der Beruf Musikalienfachhändler / Musikalienfachhändlerin dürfte kaum noch den modernen Anforderungen entsprechen, stammt die derzeit noch gültige Verordnung aus dem Jahr 1954. Aktuelle Anforderungen im Umgang mit Computer, elektronischen Musikinstrumenten oder modernen Tonträgern mussten dringend berücksichtigt werden.

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