Freitag, 1. Februar 2013
Mitschrift Pressekonferenz
Pressestatement von Bundeskanzlerin Merkel anl. der Präsentation der 2-Euro-Sondermünze 2013 „Baden-Württemberg – Kloster Maulbronn“
in Berlin
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, lieber Herr Kretschmann,
sehr geehrter Staatssekretär Gatzer,
meine Damen und Herren,
ich möchte ganz besonders den Künstler, Herrn Ruhl, willkommen heißen! Ich freue mich, dass Sie heute auch dabei sind, wenn wir die neue 2-Euro-Münze aus der Bundesländer-Serie übergeben. Sie kennen das Prozedere schon: Der Bundesratspräsident ist bei der Bundeskanzlerin zu Gast, und der Bundesfinanzminister ist so aufmerksam, dieses Ereignis mit einer wunderbaren Münze zu begleiten.
Ich möchte erst einmal Herrn Ruhl dazu gratulieren, dass er den Wettbewerb gewonnen hat. Sie kommen aus Pforzheim. Das ist schon mal ein Hinweis darauf, dass wir es mit Baden-Württemberg zu tun haben. Es ist nicht der einzige Hinweis darauf, sondern die Anwesenheit des Ministerpräsidenten ist auch Ausdruck dessen.
Das Kloster Maulbronn ist gewiss ein würdiges Motiv, um Baden-Württemberg zu repräsentieren. Ich sage einmal: Es ist nicht das einzig mögliche Motiv, aber ein würdiges. Die Anfänge des Klosters gehen in das Jahr 1147 zurück. Die Stiftungstafel zeigt unter anderem Räuber, die Wanderer überfallen. Die Mönche haben damals Gutes getan, um die Region etwas sicherer zu machen. Deshalb hoffe ich, dass die 2-Euro-Münze dem Lande Baden-Württemberg Glück bringt. Wir möchten, dass es weiterhin ein sicheres Bundesland ist.
Das Kloster ist eine Zisterzienserabtei gewesen. Das freut mich als Norddeutsche sehr, denn wir hatten auch viele Zisterzienser. Heute ist es ein evangelisches Gymnasium. Die Unesco hat das Kloster Maulbronn 1993 zum Weltkulturerbe erklärt. Das zeigt also auch, dass es sich hierbei nicht nur um baden-württembergisches, um deutsches Kulturgut handelt, sondern dass es auch international anerkannt ist.
Dies ist das vierte Bauwerk, das ein Weltkulturerbe ist und auf einer 2-Euro-Münze verewigt ist. Wir haben inzwischen bereits die Hälfte aller Bundesländer, nämlich acht, mit einer Münze ausgezeichnet, und ich glaube, diese Münzen sind auch eine glänzende Werbung für das jeweilige Land. Eine Auflage von 30 Millionen – das müsste reichen, auch für ein reiches Land wie Baden-Württemberg!
Es ist Tradition, dass Sie das jetzt in die Hand bekommen. Dann werden wir schauen können, wie die verschiedenen Prägestätten jeweils ihre Münzen prägen. Ich freue mich, lieber Herr Kretschmann, dass wir das heute für Baden-Württemberg machen können, und ich hoffe, dass möglichst viele Badener und Schwaben dann auch einmal mit dieser Münze bezahlen oder sie sich in den Schrank stellen können.
