Mit einem Festakt ist am 5. Juli die neue Start- und Landebahn Süd am Flughafen Leipzig/Halle in Betrieb genommen worden. Damit wird der Flughafen zu einem wichtigen Luftdrehkreuz für Europa.
In seiner Rede sagte der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee: "Heute ist ein guter Tag für die Region Leipzig-Halle. Die Inbetriebnahme der neuen Start- und Landebahn Süd ist sichtbares Zeichen für die optimale Entwicklung, die der Flughafen in den vergangenen Jahren genommen hat."
Allein im vergangenen Jahr wurden 2,3 Millionen Fluggäste gezählt. Dies entspricht einem Zuwachs von 10,3 Prozent oder 220.000 Passagieren gegenüber dem Vorjahr. 26.000 Tonnen Fracht wurden abgewickelt. Die Zahl der Flugbewegungen (Starts und Landungen) stieg von 2005 zu 2006 von 37.905 auf 42.333. Sie hat damit um 11,7 Prozent zugenommen.
Im Bundesdurchschnitt zählte der Flughafen Leipzig/Halle im Jahr 2006 sowohl bei der Luftfracht als auch beim Passagieraufkommen zu den wachstumsstärksten Standorten.
"Mit DHL ist jetzt einer der ganz großen Global Player im internationalen Transport- und Logistikgeschäft nach Leipzig/Halle gekommen. Und auch Lufthansa Cargo wird ab Herbst diesen Jahres seine Präsenz hier verstärken. Das beweist, dass dieser Flughafen und diese Region ein attraktiver Standort für die Ansiedlung weltweit agierender Unternehmen sind", so Tiefensee.
Die Erfolgsmeldungen über Boom-Regionen in Ostdeutschland zeigten, dass die Fördermaßnahmen des Bundes und der Länder greifen – und dass die Gelder gut angelegt sind. Es sind moderne Wachstumszentren entstanden, die für Investoren interessant sind. Sie bilden den Grundstein für eine selbst tragende Wirtschaftsstruktur in den neuen Ländern bilden.
Die Bundesregierung verfolgt das Ziel einer integrierten Verkehrspolitik. Alle Verkehrsträger sollen so in die Verkehrspolitik einbezogen und miteinander verknüpft werden, dass sie ihre jeweiligen Stärken optimal entfalten können.
Tiefensee: "Nur die Bündelung aufeinander abgestimmter Maßnahmen wird zu einer spürbaren Weiterentwicklung des Verkehrssystems führen und kann einen maßgeblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Flughafen Leipzig/Halle ist dafür ein sehr gutes Beispiel: Hier finden wir eine attraktive Vernetzung des Luftverkehrs mit Straße und Schiene. Sie ist das Ergebnis unserer Verkehrswegeplanung mit dem Ausbau der A 9 und B 6 sowie der Bundesschienenwege."
Anfang Juli hat das Bundeskabinett den Haushalt 2008 verabschiedet. Für das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sieht die Haushaltsplanung einen deutlichen Anstieg der Mittel für Investitionen gegenüber der bisherigen Finanzplanung um fast 400 Millionen Euro pro Jahr vor.
Bundesminister Wolfgang Tiefensee erklärte dazu: "Der Haushalt 2008 sowie das hohe Niveau der mittelfristigen Finanzplanung sind sehr gut. Es ist uns gelungen, den Investitionsanteil an den Gesamtausgaben des Einzelplans in 2008 auf fast 54 Prozent gegenüber 51,6 Prozent im Jahr 2007 zu steigern. Die Investitionen für die Schienen, Straßen und Wasserstraßen sowie den Kombinierten Verkehr steigen 2008 auf rund 9,2 Milliarden Euro. Dieses Volumen werden wir bis 2011 verstetigen. Damit beweist die Bundesregierung Verlässlichkeit. Die sichere Finanzplanung ist auch wichtig für die Bauindustrie und zeigt, welch hohen Stellenwert der Ausbau der Infrastruktur in Deutschland hat. Wir wissen, dass der Verkehr in Deutschland in den kommenden Jahren stark zunehmen wird. Mit der mittelfristigen Finanzplanung bis 2011 werden wir dieser Herausforderung gerecht."
Auf die Straße entfällt im Haushaltsjahr 2008 ein Investitionsvolumen von rund 4,7 Milliarden Euro, auf die Schiene 3,6 Milliarden und auf die Wasserstraße Mittel in Höhe von 800 Millionen Euro. Mit den Mitteln nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz liegt die Investitionssumme im kommenden Jahr sogar bei über 11 Milliarden Euro.