Sprachen

Mehrsprachigkeit macht Unternehmen wettbewerbsfähiger

Europäischen Unternehmen entgehen jedes Jahr lukrative Geschäfte. Der Grund: fehlende Fremdsprachenkenntnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das geht aus einer von der EU-Kommission in Auftrag gegebenen Studie des "National Centre for Languages" hervor.

Die Studie ermittelt erstmalig auf europäischer Ebene, welche Kosten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aufgrund fehlender Sprachkenntnisse entstehen. Und sie belegt: Bessere Sprachkenntnisse bringen wirtschaftliche Vorteile und wirken sich positiv auf die Produktivität und Exporttätigkeit von KMU aus.

Dies gilt insbesondere für die Möglichkeiten im EU-Binnenmarkt. Schließlich ist er mit fast einer halben Milliarde Einwohnerinnen und Einwohnern der größte Markt der Welt.

Kommunikationsbarrieren abbauen 

Fast die Hälfte der untersuchten kleinen und mittelgroßen Unternehmen plant, ihre Aktivitäten in den nächsten drei Jahren auf neue ausländische Märkte auszudehnen. Dabei investieren sie selber in Sprachkurse. Oder sie suchen auf dem Arbeitsmarkt nach mobilen Menschen, die über die erforderlichen Sprachkenntnisse verfügen.

Leonard Orban, EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit, beabsichtigt deshalb, der Mehrsprachigkeit einen zentralen Platz in der Lissabon-Strategie für mehr Wachstum und Beschäftigung einzuräumen. Bei der Vorstellung des Berichts in Brüssel erklärte er: Investitionen in Sprachkenntnisse der Beschäftigten sind für Unternehmen keine überflüssige Ausgabe.

Weltsprache Englisch - aber ...

Wie nicht anders zu erwarten, bestätigte die Studie die Rolle der englischen Sprache als Weltsprache. Allerdings wird auch die Bedeutung der anderen EU-Sprachen hervorgehoben. Besonders wichtig sind dabei die größeren Sprachen wie Deutsch und Französisch.

Deutsch liegt an zweiter Stelle hinter Englisch, noch vor Französisch. Mit über 90 Millionen Sprecherinnen und Sprechern ist Deutsch die meist gesprochene Sprache in der Europäischen Union.

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