Kommunikation

Nur mit einem Klick

Internetnutzerin sucht online nach einer Reise
Reisen online buchen spart Zeit
Foto: picture-alliance / maxppp

Sommerzeit ist Reisezeit. Das heißt: Ab ins Reisebüro, beraten, informieren lassen und Buchung bestätigen. Um Flüge, Hotel und Mietwagen kümmert sich das Reisebüro.

Der klassische Offliner holt ein paar Tage später sein Ticket ab und schaut auf dem Rückweg noch schnell in einer Buchhandlung in der Abteilung „Reisen“ vorbei.

Der Onliner hingegen fährt seinen Computer hoch, surft durchs Netz und bestätigt per Klick seinen Hotelfavoriten. Internetfans finden hier alle Verbindungen und Informationen.

Zahl der Internetnutzer steigt

Der (N)ONLINER Atlas 2009, eine Studie der Initiative D21, belegt erneut: Von Jahr zu Jahr nutzen mehr Personen das Internet. Mit fast 70 Prozent der über 14-Jährigen ist der Großteil der Deutschen online.

2009 ist der Anteil der Internetnutzerinnen und Internetnutzer an der Bevölkerung um vier Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Das ist eine Steigerung, die in etwa der Einwohnerzahl von Brandenburg entspricht.

Doch fast 21 Millionen Deutsche ab 14 Jahren haben Google, Wikipedia und Co. noch nie gesehen.

Nur 62 Prozent der Frauen und 49 Prozent der 60- bis 69-Jährigen surfen im Internet. Bei älteren Personen fällt der Anteil rapide ab.

Schlüsselkompetenz Internetnutzung

Dabei sind Internetkenntnisse heute für den Einzelnen immer wichtiger. Im privaten Bereich hat sich das Internet etabliert.

Viele Unternehmen, Behörden und Institutionen stellen Angebote, Informationen und Kontakte vorrangig im Internet zur Verfügung.

Ein Großteil der Kommunikation funktioniert heutzutage über E-Mails oder Communities. Zeitungen, Fotos und Filme werden vermehrt digital erstellt und online ausgetauscht.

Auch unterwegs geht es nicht mehr ohne: Mobile Anwendungen wie das Surfen übers Handy gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Wichtig für die Volkswirtschaft

Immer mehr Arbeitgeber setzen PC- und Internetkenntnisse voraus. Eine wissensbasierte Volkswirtschaft wie Deutschland braucht internetkundige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und Verbraucherinnen und Verbraucher. Nur so bleibt sie wettbewerbsfähig.

Wichtig für Unternehmen

Weitgehend im Internet findet auch der elektronische Geschäftsverkehr (E-Business) statt: Zwischen Unternehmen und Konsumenten, aber auch zwischen Unternehmen untereinander.

E-Business umfasst alle Arten von Geschäftsprozessen, die auf elektronischem Wege abgewickelt werden. Dabei handelt es sich um unternehmerische Aufgabenfelder wie beispielsweise Geschäftsanbahnung und -abwicklung, Werbung, Online-Banking bis hin zum Kundenservice.

Wichtig für die Gesellschaft

Und schließlich profitiert auch eine demokratische Gesellschaft von internetkundigen Bürgerinnen und Bürgern. Diese können

  • Services aus den Bereichen E-Government und E-Partizipation nutzen und
  • zur politischen Meinungsbildung auf digitale Informationsangebote zurückgreifen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte im März 2009: „Für Deutschland liegen die Chancen der Informations- und Kommunikationstechnologien vor allen Dingen in den Anwendungen, in der Durchdringung aller gesellschaftlichen Bereiche“.

Initiative Internet erfahren

Die Internetnutzung hängt noch immer stark von sozialen, geschlechtsspezifischen und demografischen Faktoren ab.

Zur digitalen Integration aller Bürgerinnen und Bürger in Deutschland hat die Bundesregierung die Initiative "Internet erfahren" gestartet.

Initiative "Internet erfahren"

Internet kompetent nutzen

Die Initiative richtet sich an Menschen, die das Internet nicht oder nicht kompetent nutzen. Denn diese sind von den beruflichen und sozialen Chancen

der digitalen Medien ausgeschlossen.

Nach dem Motto "Gemeinsam durchs Netz" soll den Interessierten ein qualifizierter Umgang mit dem Internet vermittelt werden. Diese Aufgabe übernehmen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem persönlichen Umfeld.

Zielgruppen

In Praxisprojekten werden vor allem folgende Bevölkerungsgruppen unterstützt:

  • ältere Menschen
  • Frauen in ländlichen Gebieten
  • Menschen mit Migrationshintergrund
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit niedrigem Haushaltseinkommen
  • Menschen mit geringem Bildungsgrad

Programme

In drei Programmen werden neue Konzepte und Maßnahmen entwickelt, erprobt und evaluiert. Dies geschieht in enger Kooperation mit lokalen, regionalen und bundesweiten Aktiven aus Unternehmen, Organisationen, Verbänden und Kommunen. Dabei steht der individuelle Nutzen des Internets für die Menschen im Vordergrund.

Wettbewerb "Wege ins Netz 2009"

Mit dem Wettbewerb "Wege ins Netz 2009" unterstützt die Bundesregierung außerdem Initiativen, die eine Nutzung des Internets fördern.

Zugang zum Internet für alle

Ziel des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie durchgeführten Wettbewerbs ist der Zugang zum Internet für alle. Den Wettbewerb gibt es seit 2004.

Zielgruppen

Die Zielgruppen des Wettbewerb sind "Frauen", "Seniorinnen und Senioren" sowie "Kinder und Jugendliche". "Wege ins Netz 2009" spricht Projekte an, die beispielsweise Internetkurse und spezielle Onlineportale für diese Zielgruppen anbieten.

Kontext