Kreativ- und Kulturwirtschaft

Wettbewerb "German Fashion Film Award"

Models auf der fashion week in den USA am 13.09.2009
Wettbewerb für Nachwuchsdesigner und -designerinnen
Foto: picture alliance / abaca

Deutsche Botschaften verbreiten künftig Videoclips von jungen und talentierten Modedesignerinnen und -designern. Diese werden über den German Fashion Film Award ausgewählt und prämiert.

Die Bundesregierung unterstützt so den talentierten Künstlernachwuchs in den Bereichen Mode und Film.

Der German Fashion Film Award ist eine Wettbewerb, der sich an alle deutschen Nachwuchsdesigner und -designerinnen richtet. Die jungen Künstler stellen in den Videoclips ihre Kollektion vor. Eine Expertenjury wählt die besten 30 Clips aus und prämiert sie zu Beginn der Fashion Week in Berlin im Juni 2010.

Logo der Initative Kultur- und KreativwirtschaftBild vergrößern Logo Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft Foto: BMWi

Dagmar Wöhrl, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundeswirtschaftsminister: "Deutschland hat ein großes Potential an jungen und talentierten Modedesignern. Mit Hilfe neuer Medien und Vermarktungsformaten wollen wir diese dabei unterstützen, sich auf internationaler Ebene bekannt zu machen".

Die Bundesregierung verspricht sich von dem Vorhaben einen erleichterten Zugang ins Ausland und eine noch bessere Vernetzung im nationalen wie internationalen Kontext.

Alternative zu klassischen Modenschauen

Wettbewerbskategorien des German Fashion Film Award sind: Damen- und Herrenbekleidung sowie Accessoires. In jeder Sparte vergibt die Jury Preise für die besten Clips und die beste Musik.

Der Wettbewerb unterstützt junge und kreative Designer und Designerinnen in der Entwicklung ihrer Marke und Kreativität. Die German Fashion Film Awards bieten Künstlern mit knappen Budget eine moderne Alternative zu klassischen Modenschauen.

Ein weiteres Ziel ist es, Absolventinnen und Absolventen von deutschen Filmakademien für eine Zusammenarbeit mit Modedesignerinnen und -designern zu aktivieren.

Die Initiative "Kultur- und Kreativwirtschaft"

Die Bundesregierung fördert den German Fashion Film Award durch die Initiative "Kultur- und Kreativwirtschaft".

Der Bundestag hat 2007 mit der Enquete-Kommission "Kultur in Deutschland" die wirtschaftlichen Potentiale von Kunst und Kultur untersucht. Seitdem unterstützt die Bundesregierung gezielt die erwerbswirtschaftlichen Möglichkeiten der Branche. Es geht um mehr Wachstum und Beschäftigung sowie das Identifizieren von Potenzialen.

So stärkt die Bundesregierung die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche.

Kultur- und Kreativwirtschaft: Eine der wichtigsten deutschen Wirtschaftsbranchen

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine der Branchen mit hohen Umsätzen und Gewinnen. Der Wirtschaftszweig hat 2008 rund 132 Milliarden Euro umgesetzt. Die Bruttowertschöpfung von 63 Milliarden Euro ist vergleichbar mit anderen großen Industriesektoren wie Automobilindustrie und Maschinenbau.

Zu dem Bereich zählen 238.000 Unternehmen mit rund einer Million Beschäftigten. Damit ist die Kultur- und Kreativwirtschaft eine der wichtigsten deutschen Wirtschaftsbranchen.

Langjährige Förderung

Die Bundesregierung unterstützt seit langem die Kunstszene in Deutschland: Deutscher Filmförderfonds, Initiative Musik, Gründerwettbewerb Multimedia, Designpreis und Deutscher Computerspielepreis.

"KfW-StartGeld"

Seit 2008 können Gründer, kleine Unternehmen und Freiberufler ein "KfW-StartGeld" beantragen. Damit fördert der Bund die Existenzgründung im Mittelstand. Die Kreativ- und Kulturwirtschaft profitiert maßgeblich von dieser Möglichkeit, da sie aus vielen kleinen und mittleren Unternehmen besteht.

"Createurope".com/THE FASHION DESIGN AWARD

Mit der Förderung des Wettbewerbs "Createurope".com/THE FASHION DESIGN AWARD stärkt die Bundesregierung eine nachhaltige europaweite Vernetzung in der Modewirtschaft. Moderne Websitekommunikation steht bei diesem Modellprojekt im Vordergrund. Die gesammelten Erfahrungen will die Bundesregierung anschließend auf andere Bereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft übertragen.

Modell für modern organisierte Stiftung

Die Bundesregierung hilft der Stiftung Preußischer Kulturbesitz bei ihrer wirtschaftlichen Neuausrichtung. Durch neue betriebswirtschaftliche Ansätze und einer aktualisierten Fundraising-Kampagne entsteht ein Modell für eine modern organisierte Stiftung. Diesem Beispiel können andere Kultureinrichtungen dann deutschlandweit folgen.

Markenzeichen "Created in Germany"

Nach dem Willen der Bundesregierung soll die Kreativ- und Kulturwirtschaft die gleiche Anerkennung und Öffentlichkeit wie etablierte Wirtschaftsbereiche erhalten. Das fördert die Aufmerksamkeit der internationalen Kunst- und Kreativwirtschaft für die Leistungsfähigkeit deutscher Kunst und Kultur.

"Wir wollen, dass die Menschen in Zukunft nicht nur an 'Made in Germany' denken, sondern auch an 'Created in Germany', weil wir hier weltweilt mit an der Spitze sind", so Wöhrl.

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