Stromsparen, ohne sich einschränken zu müssen? Das geht, zum Beispiel durch den Einsatz von Energiesparlampen. Denn die herkömmliche Glühbirne ist nicht gerade eine Leuchte. Sie setzt nur fünf Prozent der verbrauchten Energie in Licht um. Bei der Sparlampe sind es etwa 25 Prozent. Deshalb werden ab dem 1. September 2009 Glühbirnen zugunsten von Energiesparlampen schrittweise abgeschafft.
Die EU-Kommission hat im März dieses Jahres zwei entsprechende Vorschriften verabschiedet. Damit wird weniger Energie sowohl beim Gebrauch von Haushaltslampen als auch bei der Beleuchtung von Büros, Straßen und Industrieanlagen verbraucht.
Die Einsparungen bis 2020 entsprechen ungefähr dem Stromverbrauch von 23 Millionen Haushalten oder der jährlichen Leistung von zwanzig 500-Megawatt-Kraftwerken. Mehr als 15 Millionen Tonnen Kohlendioxid können dadurch eingespart werden. Auf den einzelnen Haushalt herunter gerechnet heißt das: Wer auf Energiesparlampen umstellt, dessen Stromrechnung sinkt im Durchschnitt und je nach Anzahl der ausgetauschten Lampen jährlich zwischen 25 bis 50 Euro. Der höhere Anschaffungspreis von Sparlampen ist dabei bereits berücksichtigt.
Der "Glühlampenausstieg" erfolgt in vier Stufen:
Energiesparlampen strahlen das Licht in unterschiedlichen Farben ab. Daher sollte man sich bei ihnen anders als bei den herkömmlichen Glühbirnen an der erzeugten Helligkeit – Lumen – und nicht an der Leistung – Watt – orientieren. Eine normale 60-Watt-Glühbirne ist rund 710 Lumen hell.
Wichtig ist auch die Lichtfarbe, die in Kelvin angegeben wird. Warmweißes Licht mit rund 2.700 Kelvin sorgt für eine gemütliche Wohnatmosphäre. Tageslichtweiß mit rund 7.000 Kelvin ist für den Arbeitsplatz ideal. Kelvin- und Lumenwerte stehen üblicherweise auf der Verpackung.
Für geschlossene Leuchten eignen sich wegen der größeren Lichtausbeute am besten Energiesparlampen mit sichtbaren Röhren. Diese sehen in etwa aus wie gefaltete Mini-Neonröhren. Bei offenen Leuchten reicht das Angebot von der klassischen Birnen- oder Tropfenform bis zur Kerze für den Kronleuchter.
Mittlerweile werden auch dimmbare Energiesparlampen im Handel angeboten. Diese sind speziell gekennzeichnet, allerdings ein wenig teurer als normale Energiesparlampen. Sie sollten daher nur dort Einsatz finden, wo sie wirklich gebraucht werden.
Wenn Energiesparlampen ausgedient haben, dürfen sie auf keinen Fall im Hausmüll oder Glascontainer landen. Sie müssen wie alte Batterien gesondert entsorgt werden. Man kann sie bei der kommunalen Sammelstelle für Schadstoffe (Recyclinghof) abgeben, auch mancher Händler nimmt bei Neukauf die alte Lampe zurück. Die Rückgabe ist für Privatpersonen kostenlos. Ursache für die besondere Entsorgung sind die gleichwohl geringen Mengen an Schadstoffen wie beispielsweise Quecksilber, die sie enthalten.
Zerbricht eine Energiesparlampe, sollte man die Bruchstücke vorsichtig mit einem Blatt Papier aufkehren. Anschließend die Reste in eine luftdichte Plastiktüte oder Einmachglas schütten und wie oben beschrieben entsorgen. Der betroffene Raum sollte für circa 20 bis 30 Minuten gut durchlüftet werden. Wichtig: keinen Staubsauger benutzen, da Quecksilber leicht flüchtig ist.
Kleine Lampenkunde