Sicherheit im Urlaub

Wer reist, nimmt Wertgegenstände mit sich: angefangen von der Reisekasse, dem Auto über Schmuck und Kleidung. Aber vor allem über das Wertvollste im Gepäck, die eigene Gesundheit, sollte man sich vorher und auf Reisen Gedanken machen.

Gesund an- und wiederkommen

 

  • Beziehen Sie Jahreszeit und Klima hier wie dort in die Auswahl Ihres Reiselandes mit ein. Hohe Temperaturen sind vor allem für Senioren und nicht ganz gesunde Menschen problematisch.
  • Kontrollieren Sie Ihren Impfstatus hinsichtlich Tetanus, Hepatitis und Polio. Oft müssen die Impfungen gegen diese drei Erkrankungen aufgefrischt werden.
  • Bei Reisen nach Asien, Mittel- und Südamerika sind vor allem medizinische und hygienische Fragen – zum Beispiel der Impfschutz und die Malaria-Vorbeugung – von besonderer Bedeutung. Das Gesundheitsamt, ein Tropeninstitut oder ein reisemedizinisch erfahrener Arzt informieren, welche Krankheiten in Ihrem Urlaubsland vorkommen. Auch das Auswärtige Amt hält Informationen zum Thema Reisen und Gesundheit und zu eventuellen epidemologischen Entwicklungen in einzelnen Ländern bereit. Information im Netz können jedoch ein Gespräch mit dem Hausarzt oder einem Facharzt nicht ersetzen. Auch Last-Minute-Reisende sollten den Schutz vor Infektionskrankheiten nicht vergessen.
  • Wenn Sie einen Urlaub in der Natur planen, lassen Sie sich von einem Arzt beraten, ob eine Impfung gegen die Frühsommer-Gehirnhautentzündung (FSME) sinnvoll ist. Informieren Sie sich, wie Sie sich gegen Zecken am besten schützen können.
  • Füllen Sie Ihre Reiseapotheke auf. Vor Verletzungen, Infektionen und Schmerzen ist keiner gefeit. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat in einer Reise-Broschüre eine Liste mit den wichtigsten Medikamenten und Hilfsmitteln zusammengestellt. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt und weit reist, sollte mit seinem Arzt sprechen, wie die Medizin bei einer Zeitverschiebung einzunehmen ist.
  • Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, ob und inwieweit Ihr Versicherungsschutz auch in Ihrem Urlaubsland gilt. Schließen Sie eventuell eine zusätzliche Auslands-Reisekrankenversicherung ab. Bei einigen Versicherungen ist der Rücktransport bei einer Erkrankung oder einem Unfall eingeschlossen.
  • Nehmen Sie Impfbuch, Beipackzettel von Medikamenten und eventuell den Auslandskrankenversicherungsschein mit.
  • Wer sich schützen will im Urlaub, sollte nur abgekochte Speisen, nichts Rohes und Ungeschältes zu sich nehmen.

Sicherheit von Auto & Co.

Voll beladene Fahrzeuge von Autoreisenden, die am Kennzeichen leicht als Touristen zu erkennen sind, locken Einbrecher und Räuber. Für einen Diebstahl des Autos oder von Wertgegenständen genügt schon die kürzeste Abwesenheit vom Auto, etwa ein Tank- oder Raststättenaufenthalt.

Die Polizeiliche Kriminalprävention rät:

  • Ziehen Sie als Autofahrer beim Parken immer den Zündschlüssel ab und lassen Sie Ihr Lenkradschloss hörbar einrasten. Tun Sie dies, auch wenn Sie Ihr Auto "nur ganz kurz" abstellen – etwa um an der Tankstelle zu zahlen, um eine Zeitung zu kaufen, eine Rast einzulegen. Wenn möglich sollte in diesen Fällen immer jemand am Auto bleiben.
  • Verschließen Sie auch bei kürzester Abwesenheit alle Fenster und Türen, das Schiebedach und den Tankdeckel sorgfältig – den Kofferraum am besten separat und nicht nur über die Zentralverriegelung. Vergessen Sie nicht, mitgeführte Fahrräder, Surfbretter, Boote, Ski ebenfalls gegen Wegnahme zu sichern.
  • Lassen Sie keine Wertsachen (Handtaschen, Bekleidung, Schecks, Geld, Schlüssel, Handy, Navigationsgeräte) im Auto, auch nicht "versteckt" oder im Kofferraum. 
  • Tragen Sie zum Schutz vor Taschendieben Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere auf verschlossene Innentaschen der Kleidung verteilt, im Brustbeutel oder in einer Gürtelinnentasche dicht am Körper.
  • Sind Sie mit einem Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs, sollten Sie noch bei Tageslicht einen Campingplatz oder einen anderen belebten Platz für die Übernachtung wählen. Verschließen Sie nachts Türen und Fenster. Sichern Sie Ihr Fahrzeug mit einer Alarmanlage.
  • Werden Sie überfallen, provozieren Sie die Täter nie. Geben Sie im Ernstfall lieber Ihre Wertsachen oder Ihr Fahrzeug heraus.

Aufmerksamkeit zahlt sich aus

Am Urlaubsort müssen Sie im Hotel, im Restaurant, in Läden und überall, wo Gedränge herrscht, mit Taschendieben rechnen. Eintrittskarten, Geldwechsel, echte Antiquitäten und besonders billige Markenwaren wie Uhren, Schmuck, Kleidung oder Parfum von "fliegenden" oder "Flüsterhändlern" sind immer riskant. Als Tourist werden Sie leicht betrogen.

 

Die Polizeiliche Kriminalprävention rät:

  • Geben Sie Zahlungsmittel, Papiere und Wertsachen zum Schutz vor Dieben schon aus Haftungsgründen stets in die Verwahrung des Hotels oder Campingplatzes.
  • Behalten Sie beim Bezahlen Ihre Kreditkarte im Auge. Achten Sie darauf, dass Sie wirklich immer Ihre eigene Kreditkarte zurück bekommen. Straftäter können Kreditkarten sehr schnell kopieren!
  • Vorsicht vor Falschgeld: Tauschen Sie fremde Währungen nur in Geldinstituten!
  • Achten Sie auf Ihre Wohnungsschlüssel! Diebe könnten sie zusammen mit Ihren Ausweispapieren nach Hause senden. Ein Komplize kann sich dann ungehinderten Zutritt zu Ihrer Wohnung verschaffen.
  • Kaufen Sie nichts von "fliegenden Händlern" oder "Flüsterhändlern".
  • Fallen Sie nicht auf Landsleute herein, denen Sie mit Geld aus einer angeblichen Notlage helfen sollen: In echten Notfällen helfen Automobilclubs und die deutschen Auslandsvertretungen weiter.
  • Vorsicht vor Drogendealern: Urlauber werden beispielsweise gerne gebeten, Gepäckstücke, Pakete oder Taschen "für Freunde" mit nach Deutschland zu nehmen oder "einfach nur" durch die Zollkontrolle zu tragen. Dies kann ganz unabhängig von der Reiseform – bei Flug-, Bahn-, Bus- oder Autoreisen – geschehen. Eine andere Variante ist: Am Urlaubsort werden "besonders günstige" Inspektionen oder Unfallreparaturen angeboten, bei denen Rauschgift in Hohlräumen von Fahrzeugen versteckt wird.

Was tun im Notfall? Der Bürgerservice des Auswärtigen Amtes gibt nicht nur individuelle Auskünfte etwa zu konsularischen Anliegen und länderbezogenen Fragen, sondern hilft auch in Notfällen. Anrufer werden bei Wahl der zentralen Bürgerservice-Nummer und Aussprechen des Wortes "Notfall" sofort automatisch mit einem Mitarbeiter des Bürgerservice, außerhalb der Dienstzeit mit einem Beamten vom Dienst im Krisenreaktionszentrum verbunden.Zentrale Bürgerservice-Nummer aus dem Ausland: Tel: ++49-3018-17-2000 Fax: ++49-3018-17-51000Trotz dieses Angebots sollte man sich vor Reiseantritt die Erreichbarkeit der deutschen Vertretungen im Zielland notieren.

Vor der Reise

 

Viele Urlauber sorgen sich, ob sie nach ihrer Reise ihre Wohnung oder ihr Haus auch unversehrt wieder vorfinden. Kurz vor einem Urlaub lassen sich umfangreichere Sicherungsmaßnahmen etwa an der Haustür oder den Fenstern kaum noch realisieren. Die Polizeiliche Kriminalprävention gibt Tipps, wie man Zeichen längerer Abwesenheit vermeiden kann:

 

  • Wenn Sie verreisen, vermeiden Sie alle Hinweise auf Ihre Abwesenheit: Ein ungeleerter Briefkasten, ständig heruntergelassene Rollläden, zugezogene Vorhänge oder eine entsprechende Mitteilung auf dem Anrufbeantworter locken Einbrecher; auch der ungemähte Rasen im Garten könnte signalisieren: Hier ist niemand zu Hause.
  • Lassen Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus durch Freunde, Verwandte, Bekannte, Nachbarn oder "Haushüter"-Unternehmen bewohnen oder wenigstens bewohnt erscheinen. Wichtig ist, den Briefkasten zu leeren sowie Rollläden, Vorhänge, Beleuchtung, Radio und Fernseher zu unregelmäßigen Zeiten zu betätigen.
  • Informieren Sie Ihre Nachbarn über die Funktion einer gegebenenfalls vorhandenen Alarmanlage und über Schaltautomaten  bei der Beleuchtung oder am Radio.
  • Ziehen Sie Türen nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie diese immer zweifach ab. Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Lassen Sie Fenster nicht gekippt.
  • Schließen Sie Leitern, Gartenmöbel und andere Gegenstände, die sich als Aufstiegshilfen eignen, weg oder sichern Sie diese zum Beispiel mit einer Kette. Schalten Sie Außensteckdosen ab.
  • Stellen Sie Ihren Pkw – wenn möglich – in der Garage ab.

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