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Nr. 081    11/2009
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Impfen schützt

Eine Medizisch-Technische Assistentin (MTA) betrachtet Blutserum-Proben.
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Foto: ddp
Rechtzeitige Impfung kann Leben retten
Rechtzeitiges Impfen schützt. Niemand kann den weiteren Verlauf der Neuen Grippe (so genannte Schweinegrippe) derzeit mit Sicherheit vorhersehen. Bereits jetzt kommt es zu schweren Krankheitsverläufen, vor allem bei Personen mit besonderen Gesundheitsrisiken. Grippeviren können sich leicht verändern und dann schwere Krankheiten verursachen. Davor warnt auch die Brüsseler EU-Kommission: Es sei zu befürchten, dass sich das Virus im Laufe der kommenden Monate verändere und deutlich aggressiver werde. In diesem Fall müsse auch mit einer erheblichen Zahl von Toten gerechnet werden.
 

Impfung ist wirksam, sicher und zuverlässig

 
Derzeit sind drei Impfstoffe durch die europäische Zulassungsbehörde EMEA zugelassen: Es sind "Celvapan" des Pharma-Herstellers "Baxter", "Pandemrix" des britischen Pharmakonzerns "Glaxo-Smith-Kline" sowie "Focetria" des Schweizer Pharmaunternehmen "Novartis". Alle drei Impfstoffe sind wirksam, sicher und zuverlässig. Ansonsten hätten sie keine Zulassung von der Europäischen Arzneimittelagentur bekommen und wären dann nicht offiziell von der Kommission zugelassen worden. Alle Impfstoffe sind in ihrer Wirksamkeit und Verträglichkeit vergleichbar und geeignet den notwendigen Impfschutz der Bevölkerung zu gewährleisten. Es gibt also keinen besseren oder schlechteren Impfstoff.
 

Adjuvantien unterstützen das Immunsystem

 
Die Impfstoffe unterscheiden sich lediglich geringfügig in der Zusammensetzung und Anwendung. Grund dafür ist, dass sie von unterschiedlichen Herstellern entwickelt wurden. Ein Impfstoff enthält zum Beispiel zusätzliche Wirkstoffe, die so genannten Adjuvantien. Durch die zusätzlichen Wirkverstärker wird zugleich die Immunreaktion gefördert. Verstärkersubstanzen unterstützen das Immunsystem. Sie führen auch dazu, dass der Impfstoff auch gegen genetisch leicht veränderte Viren des gleichen Virusstammes wirkt. Außerdem bleibt der Impfstoff länger haltbar und damit länger nutzbar. Die beigegebenen Wirkstoffe ermöglichen die "Streckung" des Impfstoffs, das heißt: Mit derselben Menge Impfserum können mehr Menschen geschützt werden.
 

Alle Impfstoffe sind gleich gut

 
Berichte über eine angebliche Zweiklassenmedizin bei den Impfungen sind falsch. Angehörige der Bundesregierung und der Bundeswehr erhalten keinen besseren Impfstoff als alle anderen Bürgerinnen und Bürger. Für Beschäftigte des Bundes gelten keine "Sonderregeln": Sie gehen in ihrem Bundesland zu den gleichen Impfstellen wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger. Sie erhalten den dort üblichen Impfstoff. Anders ist es nur bei bestimmten Beschäftigten des Bundes, die sozusagen "im Dienst" geimpft werden. Das sind Beschäftigte, die nicht alle gleichzeitig krank werden dürfen, weil sonst zum Beispiel die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet wären. Dazu gehören vor allem Angehörige der Bundeswehr und der Bundespolizei. Für sie hat das zuständige Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung in Koblenz schon vor einem Jahr einen zusätzlichen Vertrag abgeschlossen.
 

Impfschutz für Schwangere

 
Für Schwangere empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) derzeit die Impfung mit einem Spaltimpfstoff, dem keine Wirkverstärker zugesetzt sind. Schwangere, die zum Beispiel durch eine chronische Krankheit zusätzlich gefährdet sind, können aber auch mit einem Impfstoff mit Wirkverstärkern geimpft werden, wenn ein anderer Impfstoff nicht zur Verfügung steht. Die Entscheidung hierüber muss die Schwangere mit ihrem Arzt treffen.
 

Impfung ist gut verträglich

 
Wie bei jeder Impfung kann der Körper mit leichten Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen oder leichtem Fieber auf die Impfung reagieren. Die Reaktion zeigt, dass das Immunsystem anfängt zu arbeiten. Durch die Verstärkersubstanzen im Impfstoff können die Symptome bei manchen Menschen stärker ausgeprägt sein.
 
Der Impfstoff wurde wie jedes Arzneimittel in Deutschland nach dem Arzneimittelgesetz geprüft. Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit sind wissenschaftlich nachgewiesen worden.

Kontext

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