Täglich erreichen uns Meldungen über neue Erkrankungen an der Influenza A/H1N1, auch "Neue Grippe" oder "Schweinegrippe" genannt. Die Symptome dieser Grippe sind ähnlich wie bei einer saisonalen Influenza: vor allem Fieber, Atemwegsbeschwerden und Gliederschmerzen. Wer den Verdacht hat, es könnte ihn erwischt haben, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Am 30. Juli 2009 waren es 6.062 Erkrankungen in Deutschland mit einem relativ leichten Verlauf.
Aktuelle Fallzahlen in Deutschland
Weltweit erkrankten über 134.000 Menschen, über 800 starben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 11. Juni 2009 die höchste Pandemiestufe (Phase 6) ausgerufen. Diese Einstufung erfolgt dann, wenn fortgesetzte Mensch-zu-Mensch-Übertragungen des neuen Influenzavirus in einer zweiten von insgesamt sechs WHO-Regionen vorliegen. Für Deutschland veröffentlicht das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) täglich aktuelle Situationseinschätzungen auf seinen Internetseiten.
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Besuch der Bundeskanzlerin im Robert-Koch-Institut
Foto: REGIERUNGonline/Kugler
Deutschland ist auf die Situation gut vorbereitet. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Besuch im RKI bekräftigt. International seien die deutschen Forscherinnen und Forscher bei der Isolierung des neuen Virus sehr schnell gewesen, betonte auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.
Die Grundlage aller eingeleiteten Maßnahmen bildet der Nationale Pandemieplan. Bund und Länder haben ihn in den letzten Jahren in allen Details gemeinsam ausgearbeitet. Zusätzlich haben die Länder, Kommunen und Kliniken Pläne, die auf ihre Wirkungsbereiche zugeschnitten sind.
Wer an der neuen Grippe erkrankt, bekommt moderne antivirale Medikamente. Die Bundesregierung hat die Versorgung mit diesen Medikamenten eng mit den Ländern abgestimmt. Die deutschen Impfstoffhersteller haben sich verpflichtet, so schnell wie möglich einen Impfstoff bereitzustellen. Die Vorarbeiten für seine Produktion laufen international auf Hochtouren. Bis ein spezifischer Impfstoff entwickelt sei, dauere es, so die Fachleute, noch bis zum Herbst. Bis dahin sind zudem die Risikogruppen auszumachen und ist festzulegen, wer geimpft werden soll.
Die internationale Zusammenarbeit funktioniert. Das RKI hält den Kontakt zu europäischen Behörden, zur WHO, zu den Gesundheitsbehörden der USA, Kanadas, Mexikos und anderer betroffener Länder.
Der Nationale Pandemieplan enthält auch Empfehlungen zur Vorbeugung. Zu beachten sind relativ einfache Hygienemaßnahmen, beispielsweise:
Um eine Ausbreitung der neuen Grippe zu verhindern, sollten Sie diese einfachen Hinweise berücksichtigen. Weitere Informationen finden Sie im Zusammenhang mit der Aktion "Wir gegen Viren".
Besonderen Schutz benötigen Menschen, die mit Erkrankten in Berührung kommen. Dazu informiert das Robert-Koch-Institut in speziellen Merkblättern.
Das Robert Koch-Institut (RKI) ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesgesundheitsministeriums. Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention und damit auch die zentrale Einrichtung des Bundes auf dem Gebiet der anwendungs- und maßnahmenorientierten biomedizinischen Forschung. Die Kernaufgaben des RKI sind die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, insbesondere der Infektionskrankheiten. Auf seiner Homepage bietet das Robert-Koch-Institut Antworten auf häufig gestellte Fragen zur neuen Grippe.