Foto: www.mauerfall09.de
Dominoaktion symbolisiert MauerfallAm 9. November 2009 feiert Deutschland "20 Jahre Mauerfall" – vor allem in Berlin. Denn am Berliner Grenzübergang "Bornholmer Straße" öffneten sich die Schlagbäume am Abend des 9. November 1989 zuerst.
Um 15:00 Uhr wird sich Bundeskanzlerin Merkel an diesem historischen Ort mit Bürgerrechtlern treffen, die den Mauerfall durch ihr Engagement bewirkt haben. Gemeinsam mit den Bürgerrechtlern sowie mit dem ehemaligen russischen Präsidenten Michael Gorbatschow und Solidarność-Gründer Lech Walesa wird Merkel den Weg gehen, den sie vor 20 Jahren zum ersten Mal gehen konnte.
Abends gibt es am Brandenburger Tor ein "Fest der Freiheit". Zum Auftakt um 19:00 Uhr spielt die Staatskapelle Berlin und der Staatsopernchor unter der Leitung von Daniel Barenboim auf dem Pariser Platz. Der Regierende Bürgermeister von Berlin und Gastgeber Klaus Wowereit begrüßt hier Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel mit zahlreichen geladenen Staats- und Regierungschefs.
15.000 Jugendliche haben 1.000 überdimensionale Dominosteine gestaltet. Sie markieren den ehemaligen Grenzverlauf vom Potsdamer Platz, am Brandenburger Tor vorbei bis zum Reichstagsgebäude. In Gegenwart von Persönlichkeiten aus Politik und Kultur wird die 1,5 Kilometer lange Strecke zum Einsturz gebracht – Symbol für den Fall der Mauer.
Lech Walesa stößt um 20:00 Uhr vor dem Reichstagsgebäude den ersten Stein um – unter dem Motto "Der Anfang lag in Polen". Später wird vom Potsdamer Platz aus die nächste Etappe ausgelöst. Der letzte Stein fällt nach etwa einer Stunde und gibt den Startschuss für ein großes Feuerwerk ab 21:00 Uhr.
Ab dem 7. November sind die 2,5 Meter hohen und 20 Kilo schweren Stelen bereits als "Domino-Galerie" an ihrem Standort zu bewundern.
Weitere Veranstaltungen:
Am 9. November um 20:30 Uhr findet ein Konzert im Berliner Dom statt. Veranstalter ist der Deutschlandfunk, Ausführende sind das Deutschen Symphonie-Orchester unter Leitung von Ingo Metzmacher und der Rundfunkchor Berlin unter Leitung von Simon Halsey.
Bis Oktober 2010 ist auf dem Berliner Alexanderplatz die große Open-Air-Ausstellung "20 Jahre Friedliche Revolution" zu sehen.
Bis zum 10. Januar 2010 zeigt das Deutsche Historische Museum die Sonderausstellung "Kunst und Kalter Krieg. Deutsche Positionen 1945 – 1989". Die Ausstellung, die von der Kulturstiftung des Bundes gefördert ist, zeigt 300 Kunstwerke aus der Zeit der deutschen Teilung.
In Leipzig präsentiert das Zeitgeschichtliche Forum eine Dauerausstellung über die DDR-Geschichte und den Widerstand gegen das SED-Regime
(Grimmaische Straße 6, Dienstag – Freitag 9:00 Uhr – 18:00 Uhr)
Bis zum 10. Januar 2010 ist in Dresden die Ausstellung "Keine Gewalt! Revolution in Dresden 1989" zu sehen
(Wilsdruffer Straße 2, Dienstag – Sonntag 10:00 Uhr – 18:00 Uhr, Freitag bis 20:00 Uhr)
Bis Ende 2010 zeigt das Stasi-Gefängnis Bautzen II eine Sonderausstellung über die Geschichte des Gefängnisses von 1956 – 1989
(Weigangstraße 8 a, täglich 10:00 Uhr – 16:00 Uhr)