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Hohe Verkehrsdichte auf Deutschlands Straßen
Foto: photothek.net
Deutschland ist mobil: Menschen fahren zum Einkaufen, zu Verabredungen und Terminen. Sie pendeln zwischen Arbeitsplatz und zu Hause. Güter werden an verschiedenen Standorten gefertigt und im ganzen Land ausgeliefert. Nach den USA ist Deutschland das Land mit der höchsten Pkw-Dichte. Über 49 Millionen Pkw, Lkw, Busse und Motorräder sind zugelassen. Rund 83 Prozent davon sind Autos. Hinzu kommt: Durch das Land steuert ein Großteil des europäischen Transitverkehrs. Im Jahr 2003 zählte die Bundesanstalt für Straßenwesen, dass täglich 4.043 ausländische Kraftfahrzeuge das Land durchfahren. Das sind acht Prozent des täglichen Verkehrsaufkommens auf deutschen Autobahnen.
Hohe Verkehrsdichte und viele Staus scheinen, wenn sich nichts ändert, auch für die Zukunft programmiert: Das Bundesverkehrsministerium rechnet damit, dass sich der Pkw-Bestand bis zum Jahr 2025 um mindestens zehn Prozent erhöht. Eine Ursache: Wir werden immer älter. Und wer selber nicht mehr gut zu Fuß ist, nutzt eher das Auto oder andere motorisierte Fortbewegungsmittel.
Für den Güterverkehr prognostiziert das Ministerium ein Plus von 30 Prozent. Der Güterfernverkehr auf den Straßen wird dabei um 55 Prozent zunehmen. Für die Europäische Union und auch global sieht es nicht besser aus. Beim Güterverkehr auf den Straßen Europas wird eine Zunahme von bis zu 80 Prozent gegenüber dem heutigen Stand vorausgesagt. Der globale Pkw-Bestand wird sich bis 2030 sogar verdoppeln, so eine Studie von Shell.
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee mahnt: "Wenn wir heute nicht eingreifen, kommt der Verkehrsinfarkt. Wenn der Verkehr still steht, bricht auch die Wirtschaft zusammen."