Der Klimawandel ist eine zentrale Herausforderung. Die Bundesregierung handelt und hat das größte Investitionsprogramm in der deutschen Geschichte aufgelegt.
Mit dem Nationalen Klimaschutzprogramm 2005 wurde ein Maßnahmenkatalog beschlossen, um den Ausstoß von Treibhausgasen weiter zu verringern. Die gesamteuropäischen Emissionen von Klimagasen sollen bis 2020 um 20 Prozent reduziert werden. Von 2006 bis 2009 fließen insgesamt 5,6 Milliarden Euro an Bundesmitteln in die energetische Gebäudesanierung. Das Programm wird auch nach 2009 fortgesetzt.
Fast 20 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes in Deutschland werden im Gebäudebereich verursacht. Mit dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung sollen bis 2020 rund 50 Milliarden Euro Heizkosten gespart werden.
Das Programm wurde 2001 aufgelegt und 2006 vereinfacht und modernisiert. Seit diesem Jahr gelten nochmals deutlich verbesserte Programmbedingungen. Zinssätze können verbilligt und Tilgungszuschüsse gezahlt werden. Darüber hinaus bekommen Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen jetzt direkte Zuschüsse.
Bestehende Gebäude brauchen etwa dreimal soviel Energie wie Neubauten. Sanierungsmaßnahmen senken den Energiebedarf um etwa 50 Prozent auf das heutige Anforderungsniveau von Neubauten. Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm hilft über Kredite und Zuschüsse die oft hohen Investitionen zu realisieren und rentabel zu machen.
Das Programm sei dreifach erfolgreich, bilanziert Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee: Es schafft Arbeitsplätze, verbessert die Wohnqualität und schützt die Umwelt.
Im Jahr 2006 wurden 265.000 Wohnungen und Eigenheime saniert. Dazu vergab der Bund 1,5 Milliarden Euro für verbilligte Kredite und Tilgungszuschüsse. Insgesamt konnten dadurch Kredite mit einem Gesamtvolumen von 9,6 Milliarden Euro und Investitionen von 11 Milliarden Euro ausgelöst werden.
Mit der energetischen Gebäudesanierung könnten die Deutschen bis zum Jahre 2020 insgesamt mindestens 50 Milliarden Euro Heizkosten sparen, wenn das gesamte Einsparpotenzial genutzt wird. Das kann bis zu 500 Euro im Jahr pro Haushalt ausmachen. So zahlen sich auch größere Investitionen, beispielsweise in eine moderne Heizungsanlage, neue Fenster oder umfassende Dämmmaßnahmen schon in wenigen Jahren aus.
Das Programm dient der Förderung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Minderung des CO2-Ausstoßes an Wohngebäuden anhand von energetischer Sanierung und Maßnahmenpaketen zur Energieeinsparung. Förderfähig sind Investitionskosten, die durch die energetischen Maßnahmen bedingt sind. Dazu gehören Beratungs- und Planungskosten sowie Ausgaben für notwendige Nebenarbeiten. Eine Kombination von Kredit und Zuschuss ist nicht möglich. Der Darlehenhöchstbetrag ist pro Wohneinheit auf 50.000 Euro begrenzt.
Die Kreditvariante steht allen Investoren offen. Die Zuschussvariante gilt für Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen. Seit diesem Jahr gibt es für gemeinnützige Organisationen, Kommunen und kommunale Zweckverbände ebenfalls Förderungen in Form von so genannten Kommunalkrediten für die energetische Gebäudesanierung.
Dafür stellt die Bundesregierung 200 Millionen Euro zur Zinsverbilligung zur Verfügung. In den neuen Bundesländern kann der gewährte Kredit sogar 100 Prozent der gesamten Investitionssumme ausmachen.
Ausführliche Beratung und weiterführende Informationen gibt die KfW-Förderbank. Telefon-Hotline 0180 1335577. Persönliche Beratung nach telefonischer Voranmeldung beim Beratungszentrum der KfW, Charlottenstraße 33/33a, 10117 Berlin - Montag bis Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und am Freitag von 9 bis 15 Uhr, Telefon 030 20264-5050, Fax 030 20264-5445.