„Man lernt nie aus!“ Wer würde das bestreiten? Lebenslanges Lernen verbinden wir nicht nur mit stetiger Fortbildung im Beruf sondern auch mit den vielfältigen Angeboten der Volkshochschulen in Deutschland. Es war daher naheliegend, dass die Europäische Union ihr entsprechendes Bildungsprogramm nach dem Vater der Volkshochschulbewegung, dem Dänen Nikolaj Frederic Severin Grundtvig (1783 – 1872), benannte.
Mit "Grundtvig" will die Europäische Union (EU) einen Beitrag zur Entwicklung der Union zu einer modernen Wissensgesellschaft leisten. Dazu gehören mehr und bessere Arbeitsplätze und mehr sozialer Zusammenhalt.
Die Maßnahmen des Programms sind als Antwort auf die mit einer alternden Bevölkerung verbundene Bildungsherausforderung gedacht. Sie sollen Erwachsenen Bildungswege zur Verbesserung ihrer Kenntnisse und Kompetenzen erschließen.
"Grundtvig" richtet sich an die Einrichtungen und Akteure der Erwachsenenbildung, die in ihre Angebote die europäische Dimension einbringen. Neben Erwachsenen, die sich weiterbilden wollen, werden neuerdings auch europäische Freiwilligenprojekte für Senioren angeboten. Die Angebote von Grundtvik werden laufend ausgeweitet.
Darüber hinaus richtet sich das Programm auch an Lehrerinnen und Lehrer und sonstiges Bildungspersonal im Bereich der Erwachsenenbildung. Auch Einrichtungen, die derartige Leistungen erbringen, sind angesprochen. Dies ist ein breites Spektrum von Verbänden, Beratungsorganisationen, Informationsdiensten und politischen Entscheidungsgremien.
Konkret wird die individuelle Mobilität wie etwa europäische Fortbildungen für Beschäftigte in der Erwachsenenbildung unterstützt. Wesentliches Element des Programms sind Lernpartnerschaften zwischen Einrichtungen der Erwachsenenbildung in verschiedenen europäischen Ländern. Diese können prozessbezogen zu einem Thema von gemeinsamem Interesse kooperieren. Dazu kommen multilaterale Projekte und Netzwerke im Bereich der Erwachsenenbildung.
Ziel ist es immer, Menschen aus mehreren Ländern zusammenzubringen. Sie tauschen sich aus oder erarbeiten neue Ideen. Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA-BIBB) informiert darüber auf ihrer Internetseite.